Allgemeines Deutsches Kommersbuch:352

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 702, 703
<< Zurück Vorwärts >>
De Schauenburg Allgemeines Deutsches Kommersbuch 349.jpg
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

[702]

in dei=nes Leibs Po=si=tur, kommst mir al=le=mal
bucklig für, bucklig für, hast ein Gesicht wie’n Pandu=a=o=ur, wie’n Pandur.[1]

     2. Augen hast du in |: deinem Kopf, :| glänzen so hell wie die
Stern, |: wie der Karfunkel im |: Ofenloch, :| wie ein Licht in der
Latern. :|

     3. Mädel, wo hast du dein Heiratsgut, Mädel wo hast du dein
Geld? Droben auf dem Boden, da steht es in einer Eck.

     4. Allemal kann man nicht lustig sein, allemal hat man kein
Geld; allemal küßt man sein Mädel nicht, weil’s ein’m nicht immer
gefällt.



          790.     Wenn ich einmal der Herrgott wär.     (I. 80.)

     Munter. K. Binder.

     1. Wenn ich ein=mal der Herrgott wär, mein er=stes wä=re
das: ich näh=me mei=ne Allmacht her und schüf ein gro=ßes
Faß, ein Faß, so groß als wie die Welt, ein Meer göß ich hin=
ein, von ei=nem Belt zum an=dern Belt von Rü=des=hei=mer
[703] Wein, von einem Belt zum andern Belt von Rüdes=heimer Wein.

     2. Wenn ich einmal der Herrgott wär, mein zweites wäre das:
Ich nähme meine Allmacht her und schüf ein großes Glas, ein Glas,
so hoch als wie der Mond und wie die Erde rund, daß auch des
Trinkens sich’s verlohnt, setzt’ ich es an den Mund.

     3. Wenn ich einmal der Herrgot wär, mein drittes wäre das:
Ich nähme mein Allmacht her, tränk täglich so ein Maß. O welche
Wonne wäre nun in solchem Zug und Druck, da könnt man doch sich
gütlich thun an einem tüchtgen Schluck.

     4. Und hätt ich nach so manchem Tag das Faß so rein gefegt,
daß sich bei noch so derbem Schlag kein Tröpfchen mehr drin regt,
dann würf ich auf die Kniee mich und fing laut an zu schrein: „Laß
mich, o Gott, ich bitte dich, noch einmal Herrgott sein!“

Ed. Amthor. 1841.


          791.     Sanktus Gambrinus.     (III. 142.)

     (Weise des Sul mare lucido.)
     Ziemlich bewegt.

     1. Wenn sich der A=bend mild zur Er=de sen=ket, von Hau=se
fort mein Schritt freu=dig sich len=ket, im ro=ten Lich=ter=schein
la=det mich freundlich ein Sanktus Gam=brinus, Sank=tus Gam=
brinus; im ro=ten Lichter=schein la=det mich freundlich ein



  1. WS: Text der Wiederholung sinngemäß ergänzt.