BLKÖ:Althann, Friedrich Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 17. (Quelle)
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Althann, Friedrich Graf (Cardinal, geb. zu Wien 29. Mai 1702, gest. zu Waizen in Ungarn 17. Juli 1756). Widmete sich dem Priesterstande, war päpstl. Hausprälat zu Rom, alsdann Domherr zu Olmütz und Breslau, zuletzt Bischof in Waizen. Nachdem er 3 Jahre diese Würde bekleidet, wurde er an den Hof des Vicekönigs nach Neapel gesendet. Dort blieb er 8 Jahre, kehrte mit dem Cardinalpurpur zurück und fand die Stadt Waizen eingeäschert. Nun erließ der edle Kirchenfürst seinen Unterthanen nicht nur alle Abgaben, sondern ließ ihnen auch die nöthigen Baumaterialien verabreichen. Er legte ferner den Grund zur jetzigen bischöflichen Residenz. Die Stadt erweiterte er so, daß sie 22 Gässen und 299 Häuser zählte. Auch erbaute er noch vor seinem Tode die Kirche U. L. F. und 2 Capellen. Er war überdies k. k. Geh. Rath und Doctor der Theologie.

Archiv f. Geschichte, Statistik, Literatur u. Kunst. [18] XV. Jahrg. (Wien 1824, 4°.) Nr. 152 u. 153. S. 825 „Denkmale der Wohlthätigkeit des ungarischen Clerus“ von Dr. L. Hohenegger. – Bermann führt diesen „Althann“ in seinem biogr. Lexikon I. Heft. S. 112 mit dem Taufnamen Michael Karl auf.