BLKÖ:Bandiera, Attilius und Emil

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 142. (Quelle)
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Bandiera, Attilius und Emil[BN 1] (ersterer k. k. Schiffsfähnrich, geb. 1817, letzterer Fregattenfähnrich, geb. 1819, beide erschossen zu Cosenza am 25. Juli 1844). Die Söhne des Vorigen, und dienten beide in der österr. Marine. An der Verschwörung des „jungen Italiens“ und der „italienischen Legion“, nahmen die Unglücklichen thätigen Antheil, und beschlossen eine Landung auf Sicilien auszuführen. Es gelang ihnen, eines Theils der Ausrüstung der österr. Flotte habhaft zu werden, auch hatten sie schon die Fregatte Bellona in ihrem Besitz, als sie im entscheidenden Augenblicke entdeckt wurden, und sich nach Corfu flüchten mußten. Einige Zeit darnach kehrten sie nach Italien zurück, landeten in Crotona, noch immer im Sinne, ihr altes Vorhaben auszuführen. Doch fanden sie nur eine sehr geringe Zahl ihrer früheren Genossen. Indem sie mitten im Walde Rast hielten, eilte, während sie schliefen, einer ihrer Gefährten nach Crotona, die Behörden von dem, was sie bedrohte, zu verständigen. Von einer bei weitem überlegenen Macht angegriffen, wurde der kleine Hause der Brüder Bandiera nach langem Widerstande überwunden und entwaffnet. Die Anführer wurden vor ein Kriegsgericht gestellt, verurtheilt, erschossen zu werden, und das Urtheil vollzogen.

Ricciardi (Giov.), Epicedio alla ... memoria di A. ed E. Bandiera, Domenico Moro, Nic. Ricciotti, Anacarsi Nardi, Franc. Berti, Jac. Venerucci, Jac. Rocca e Dom. Lupatelli, morti ... in Cosenza (Paris 1844, 12°.). – Massini (Gius.), Ricordi dei fratelli Bandiera e dei loro compagni ec. ec. (Paris 1845, 12°.). – (Brockhaus) Conversations-Lexikon (10. Aufl.) II. Bd. S. 237.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Bandiera, Attilius und Emil [Bd. I, S. 142].
    Fremden-Blatt. Von Gust. Heine (Wien, 4°.) 1867, Nr. 155: „Politische Märtyrer“. – Neues Fremden-Blatt (Wien, 4°.) 1866, Nr. 295: „Demonstration anläßlich der Anwesenheit der Mutter der Brüder Bandiera in Venedig“. [Bd. 22, S. 471.]