BLKÖ:Berger von Bergenheld, Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 1 (1856), ab Seite: 306. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Berger von Bergenheld, Karl|1|306|}}

Berger von Bergenheld, Karl (k. k. Oberst, geb. zu Straßburg 1769, gest. zu Wien 23. April 1840). In seinem 16. Lebensjahre Expropriis-Gemeiner im 28. Inf.-Reg. Kutschera, ward er in demselben noch vor Beginn des französischen Revolutionskrieges Officier. 1793 zeichnete er sich bei Tirlemont, St. Amand, bei Bois de Rems durch Tapferkeit aus und ward am Kopfe und an der rechten Schulter verwundet. Noch größere Wunden trug er 1794 am 29. Mai davon, da er bei Maubeuge den in Douries bereits eingedrungenen Feind wieder zurückwarf. 1799–1801 machte er in Italien die Schlachten bei Legnago, Magnan, Marengo, Montebello und Montechio maggiore mit und that sich überall rühmlich hervor. Im Feldzuge von 1809 focht er als Hauptmann bei Aspern, rückte hierauf in Folge seiner tapferen Haltung zum Major außer der Tour vor und erhielt den Auftrag, ein neues Grenadier-Bataillon zu bilden. Dieses, erst 12 Tage alt, führte er bei Wagram zu neuen glänzenden Thaten, und bei Znaim trug er zur glücklichen Entscheidung der Affaire wesentlich bei. Nachdem er noch in den Jahren 1813 u. 1814 mitgefochten, ward er in letzterem Jahre Oberstlieut. außer der Tour. Seine vielen Wunden zwangen ihn, 1816 in den Ruhestand mit dem Oberst-Titel zu treten. Später war er durch längere Zeit noch Commandant des 1. Landwehr-Bataillons in der Bukowina. 1826 ward er in den Adelstand erhoben und 1831 erhielt er eine Elisabeth Theresien-Stiftung. Er hatte 14 Feldzüge mitgemacht und in Einem Regimente 31 Jahre gedient.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 371. (Art. von Hd.) – Wappen: Ein blauer Schild mit drei grünen Bergen. Auf dem mittleren höheren steht ein geharnischter Mann, in der rechten Hand ein bloßes Schwert zum Streite hebend, in der linken Hand ein Turnierschild haltend.