BLKÖ:Campiuti, Anton

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Caffi, Franz
Band: 14 (1865), ab Seite: 412. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Campiuti, Anton|14|412|}}

* Campiuti, Anton (Tondichter, geb. zu Udine zu Anfang dieses Jahrhunderts). Nachdem er in seiner Vaterstadt die unteren Schulen besucht, begab er sich nach Padua, wo er an der dortigen Hochschule die schönen Wissenschaften und die Rechte studirte, da er Willens war, sich dem Advocatenstande zu widmen. Aber bei seiner leidenschaftlichen Liebe zur Tonkunst und da sein Talent von mehreren Seiten verdiente Würdigung fand, gab er die gelehrte Laufbahn auf und setzte unter dem berühmten Antonio Calegari zu Padua, der durch sein 1802 erschienenes Werk „L’art de composer la musique“, wie durch [413] die nach seinem Tode, 1836, veröffentlichte Gesangschule: „Modi generali di canto“ eines bedeutenden Rufes als Meister und Lehrer sich erfreute, seine musikalische Ausbildung fort. Nun trat Campiuti im Jahre 1830 selbst mit einem größeren Tonwerke: „Bianca e Fernando“, Opera seria, auf, welche nach einigen zuerst zu Venedig im dortigen Theater San Benedetto, nach Anderen aber zu Pavia aufgeführt wurde. Die Oper gefiel ungemein. Zwei Jahre später brachte er in Neapel eine zweite Oper, „l’Incognito“, zur Aufführung. Außerdem sind mehrere Canzonen seiner Composition im Drucke erschienen. Ueber die weiteren Erfolge seiner künstlerischen Thätigkeit ist nichts mehr bekannt geworden.

Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Jul. Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf (Dresden 1856, Rob. Schäfer, gr. 8°.) Nachtrag S. 98.