BLKÖ:Chiolich von Löwensberg, Karl Nikolaus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Chiodo, Jacopo
Band: 2 (1857), ab Seite: 344. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Karl Nikolaus Chiolich von Löwensberg in Wikidata
GND-Eintrag: 1076326080, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Chiolich von Löwensberg, Karl Nikolaus|2|344|}}

Chiolich von Löwensberg, Karl Nikolaus (k. k. Oberstlieutenant und militärischer Schriftsteller, geb. zu Bründel in Kroatien, im J. 1784). Entstammt einer ehemaligen Zengger Patrizierfamilie; trat in die Ingenieurakademie zu Wien und 1803 als Cadet in das Geniecorps, wo er schon im folgenden Jahre (13. Sept.) zum Oberlieutenant im Corps avancirte. Im J. 1809 wurde er Hauptmann im Generalstabe, und machte den Feldzug d. Jahres mit. Im J. 1810 in’s Inf.-Reg. Nr. 36 [345] übersetzt, erhielt er die Professur der Geschichte und Geographie an der Olmützer Cadetencompagnie, avancirte 1820 zum Major, kam später in’s Inf.-Reg. Nr. 9 nach Galizien, und trieb namentlich höhere Mathematik. Im Drucke erschien von ihm: „Neues Befestigungs-System, oder das Gleichgewicht zwischen Angreifer und Vertheidiger“ (Wien 1828, Schaumburg, gr. 8. mit 24 lith. Plan in gr. qu.-fol.). Im J. 1832 wurde er Oberstlieutenant und trat im Sept. 1834 in den Ruhestand. Im J. 1841 wählte ihn die Commune Zengg zum Stadtrichter, welcher Stelle er durch acht Jahre vorstand. C. hatte auch für die große Kettenbrücke über die Donau zwischen Pesth und Ofen einen Entwurf ausgearbeitet und vorgelegt, worin er Beweise seiner seltenen Kenntnisse in der höheren Mechanik u. Baukunde gegeben.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 690.