BLKÖ:Chodykiewicz, Klemens

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 353. (Quelle)
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Chodykiewicz, Klemens (Dominikanermönch, geb. in Lemberg 21. März 1715, gest. in Chodorkow im Kijewer Gouvernement in Rußland 20. Oct. 1797). Er stammt aus einer ansehnlichen in Lemberg ansäßigen armenischen Familie. Trat 17 Jahre alt in den Dominikanerorden. Nach beendigten theologischen Studien und erlangter Ordination verlegte er sich auf das Studium der Kirchengeschichte, des Kirchenrechtes, wie auch der Landesgeschichte. Im Jahre 1746 wurde C. von seinem Orden zur höhern Ausbildung nach Rom geschickt. Bald bot sich ihm Gelegenheit seine Kenntnisse in Anwendung zu bringen. Einzelne Forscher bestritten die Thaten des Papstes und Märtyrers Clemens I. C. nahm nun eine neue Durchsicht der alten Documente vor, schrieb die Lebensgeschichte des Papstes Clemens, und forderte alle Zweifler und Kritiker zum öffentlichen Disput auf. Zweimal widerlegte er ihre Behauptungen, und erhielt dafür den Doctorgrad der Theologie. Nach drei Jahren kehrte er in sein Vaterland [354] zurück, wurde 1751 Secretär der Ordensprovinz und Professor der Philosophie in Lemberg. Im Jahre 1761 wurde er zum Prior des Klosters zu St. Maria Magdalena in Lemberg ernannt. 1762 ging er, von seiner Provinz gesendet, zum Generalcapitel nach Rom. Im Jahre 1762 legte er sein Priorat nieder, wurde Magister der Lemberger Hauptschule und Historiograph seines Klosters. Als solcher sammelte er fleißig Materialien zur Geschichte seines Ordens, worin ihn seine Freunde und Gönner, unter letzteren auch der Bischof von Kiew Joseph Zaluski unterstützten. Im Jahre 1776 ging er als Prior nach Chodorkow in Polen. Von ihm erschien eine große Anzahl homiletischer Werke, welche sämmtlich in den von Barącz in den Quellen angegebenen Werken ausführlich aufgezählt werden. Ein Interesse für die Wissenschaft besitzen folgende Schriften: „Sol angelicae intelligentiae S. Thomas“ (Leopoli, typis S. J., 1744, Fol.); – „Triades dissertationum de septem diaconis, deque epistola ad Corinthios et martyrio S. Clementis Pontificis Maximi“ (Romae 1749). Dieses Werk ist vom Professor Koppe in „Neue Beiträge von alten und neuen theologischen Sachen“, 1753, 4. Stück, S. 476 besprochen worden; – „Gloria Clementis Romani Pontificis“ (Leopoli, typis S. R. M. Confratern, S. S. S. Trinit. 1757); – „Dissertationes historico criticae de utroque Archiepiscopatu Metropolitano Kijoviensi et Haliciensi uti olim distincto, nec non de Episcopatu Leopoliensi ritus graeci uniti“ (Leopoli 1770, 4°.); – und „De rebus gestis in Provincia Russiae Ordinis Praedicatorum Comentarius, libris XI digestus, in duas partes divisus. Anno domini 1780“ (Berdyczoviae, typis fortalitii Beatissimae Virginis Mariae, Fol.).

Barącz (Sadok), Żywoty śławnych Ormian w Polsce. We Lwowie, w drukarni zakładu narod. im. Ossol. 1856. 8°. (Biographien berühmter Armenier in Polen) S. 103. – Wiszniewski (Mich.), Historya literatury polskiéj, d. i. Geschichte der poln. Literatur (Krakau 1840–1857, Buchdr. des Stanislaus Gieszkowski, 8°.) I. Bd. S. 81 u. VIII. Bd. S. 278. – Rozmaitości, d. i. Miscellen (ein Lemberger Unterhaltungsblatt, 4°.) 1827, Nr. 37, S. 313. – Dziennik literacki, d. i. Liter. Tagesblatt (Lemberg, 4°.). Jahrg. 1853, Nr. 18, S. 137.