BLKÖ:Corti, Cäsar Marquis de

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Cossali, Peter Graf
Band: 3 (1858), ab Seite: 14. (Quelle)
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Corti, Cäsar Marquis de (Generalmajor und Mar. Theresienordens-Ritter, geb. zu Pavia 1740, gest. 5. Jänn. 1792). Trat zu Beginn des 7jährigen Krieges (6. Dec. 1757) als Volontär in’s Inf.-Reg. Botta Nr. 12, worin er in wenigen Tagen darauf eine Fähnrichstelle erhielt. Im Oct. 1758 wurde er Unterlieutenant, im August des folgenden Jahres Oberlieutenant, im Mai 1760 Kapitänlieutenant im Regimente. Diese Beförderungen waren die Folgen seines ausgezeichneten Verhaltens in mehreren Gelegenheiten des 7jährigen Krieges, in welchem er trotz seiner Jugend Beweise von Muth und Geistesgegenwart abgelegt und in den Reihen des Regimentes die Schlachten von Hochkirch, Torgau und am Fischerberge mitgekämpft hatte. Nachdem er 1768 zum wirklichen Hauptmann vorgerückt war, ernannte die Kaiserin den 30jährigen Mann zum Major im Regimente und im Nov. 1777 zum Oberstlieutenant bei Ulrich Kinsky Inf. Nr. 36, wo er das 1778 errichtete 5. und 1779 das 3. Grenadier-Bataillon in Böhmen erhielt und im bairischen Erbfolgekriege bei der Hauptarmee stand. Im Mai 1784 war er bereits Oberst und im Jänner 1790 Generalmajor. Seine neue Bestimmung rief ihn als Brigadier in die Niederlande. Dort angelangt, brachen die Unruhen bereits aus, und in den Treffen bei Ichippe, Mirewart, Havresin und Tellain fand er Gelegenheit, sich hervorzuthun. In Folge seines tapferen Verhaltens vor dem Feinde erhielt er 1790 das Mar. Theresienkreuz. Doch schon zwei Jahre [15] darauf ereilte ihn im kräftigen Mannesalter der Tod.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) I. Bd. S. 781. – Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder. Nach authentischen Quellen (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) S. 319.