BLKÖ:Cron, Joachim Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 3 (1858), ab Seite: 30. (Quelle)
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Cron, Joachim Anton (Schriftsteller und Musikus, geb. zu Podboržany[WS 1], im Saazer Kreise Böhmens 29. Sept. 1751, gest. 20. Jänner 1826). Studirte die Humanitätsgegenstände und Philosophie zu Prag, nahm dann Militärdienste, welche er aber wieder verließ, worauf er in den Cisterzienser-Orden zu Ossek trat. Am 8. Sept. 1777 legte er das Ordensgelübde ab, las am 21. Sept. 1782 die erste Messe und erlangte am 28. Oct. 1795 die Würde eines Doctors der Theologie. Mittlerweile fungirte er als Lehrer zu Saaz, als Katechet zu Ossek, als Gymnasialprofessor zu Kommotau, Leitmeritz und Prag und als Professor der Theologie an der Lehranstalt seines Stiftes. 1805 erhielt er die Lehrkanzel der Dogmatik an der Hochschule zu Prag, welche er bis Ostern 1822 bekleidete und unter Einem als k. k. Bücher-Censor fungirte. Als Schriftsteller gab er heraus: „Beiträge zur Methodik der Kirchengeschichte vom 1.-15. Jahrhundert“ (Prag 1795, Widtmann, Roy. Folio, mit 15 Tabellen); – „Kassiodor“ (Prag 181., 8°.); diese Schrift behandelt das Schulwesen, und ist Sr. kais. Hoheit dem Erzh. Karl gewidmet; – „Lobrede der Arbeitsamkeit und ihrer Beförderer“ (Prag 1817, Widtmann, gr. 8°.); – „Methodik oder der leichteste und kürzeste Weg eine todte Sprache zu lernen ...“ (Prag 1802). Auch als Musiker u. zwar im Spiele der Harmonika war C. ausgezeichnet und im J. 1786 veranstaltete er zum Besten der Armen im Nationaltheater ein Concert, wo er allgemeinen Beifall erntete. Mehrere Compositionen für die Clarinette und das Piano liegen im Manuscripte. Nach 46jähriger Dienstleistung trat er (1822) in den Ruhestand, zog sich in sein Stift zurück, wo er bis an seinen 4 Jahre später erfolgten Tod [31] zubrachte. C. hatte die Stelle eines Prager fürsterzbischöfl. Notars, und zweimal, im J. 1807 und 1815 die Decanswürde der theologischen Facultät an der Prager Hochschule bekleidet.

Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen ... (Prag 1815, 4°.) I. Bd. Sp. 297. – Wiener Zeitung 1826, Nr. 30. – Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau 1828, Voigt, 8°.) IV. Jahrg. 1826 II. Bd. Nr. 78, S. 765. – Riegger , Statistik von Böhmen 2. Heft, S. 415.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Podhoržany.