BLKÖ:Crusius, Christian

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Csacskó, Emmerich
Band: 3 (1858), ab Seite: 34. (Quelle)
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Crusius, Christian (Topograph, geb. zu Wien 14. Mai 1758, gest. daselbst 26. Mai 1831). Studirte zu Wien und trat in Staatsdienste, wo er sich dem Postfache widmete, in welchem Dienstzweige er es zum k. k. Rath und Controllor der Postwagendirection brachte. Seine Verwendung im Postfache war ausgezeichnet. Ein bleibendes und noch heut aufrecht stehendes Verdienst aber erwarb sich C. durch sein Werk: „Topographisches Postlexikon aller Ortschaften der k. k. Erbländer“ IV Abtheilungen und 3 Supplemente (Wien 1798–1828, gr. 8°.); I. 1., 2. Bd., Böhmen, Mähren, Schlesien A–Z (1798); II. 1.–4. Bd., Inner-, Nieder- und Oberösterreich und die Gebiete Brixen und Trient A–Z. Dann im Anhange: Vorderösterreich (1799–1801); – III. 1., 2. Bd., Ost- und Westgalizien, A–Z (1802 und 3); – IV. 1.–5. Bd., Ungarn sammt den einverleibten Provinzen und Siebenbürgen A–Z (1804 u. f.). I. Supplement: Das Herzogthum Salzburg (1810); – II. Supplement: Das Königreich Dalmatien (1822); – III. Supplement, 1., 2. Abtheilung: Das lombardisch-venetianische Königreich (1826 u. 28). Zu den 13 Bänden des Hauptwerkes erschienen 7 Bände: „Alphabetisches Hauptregister“ (1805-1811). Dieses Werk [35] ist noch heut bei dem fühlbaren Mangel eines auf Grundlage amtlicher Quellen gearbeiteten topographischen General-Lexikons der Monarchie gut brauchbar. Crusius selbst wurde dafür auf mannigfache Art von seinem Kaiser und von fremden Fürsten ausgezeichnet.

Annalen der Literatur und Kunst in den östr. Staaten (Wien, J. V. Degen, 4°.) 1803, Intelligenzblatt, Sp. 149. – 1804, Hauptblatt, S. 13. – 1805, Hauptblatt, S. 236 u. Intelligenzblatt, Sp. 16, 175. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann) , (Wien 1837, 6 Bde.) I. Bd. S. 626.