BLKÖ:Csáky von Keresztszegh, Emanuel Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 3 (1858), ab Seite: 39. (Quelle)
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Csáky von Keresztszegh, Emanuel Graf (Staatsmann, geb. in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, gest. zu Kaschau 23. December 1825). Stammt aus der Linie des Grafen Gregor (geb. 1677) und zwar von dessen Sohne Anton. Nach Vollendung einer sorgfältig geleiteten Erziehung, in welcher besonders das Studium der Classiker betrieben wurde, widmete er sich dem Dienste des Vaterlandes. 1807 wurde er als Obergespann der Zipser Gespannschaft installirt und verwaltete sein Amt mit Energie. Edle Humanität, Liebe für die Wissenschaften, Achtung verdienter Autoren und warmer Patriotismus waren die Grundzüge seines Charakters. Als Redner ausgezeichnet, als Staatsmann durchdringenden Geistes, war er im Leben und in Schrift ein tiefer Denker. Mehrere seiner in den Congregationen des Zipser Comitates gehaltenen lateinischen Reden sind im Drucke erschienen, u. z. die Rede: „De restituta pristina regiminis forma et laudibus Leopoldi II. (Leutschau 1790, fol.) [gehalten am 28. April 1790); – eine zweite, welche er beim Antritte der Obergespannswürde (1807) gehalten; – eine dritte am 27. Februar 1809 während des Krieges mit Frankreich (Leutschau 1809, Fol.). – Auch erschien von ihm noch: „Blicke in das Menschenleben von C(áky)“ (Kaschau 1823, Wiegand), welches Büchlein einen Schatz von Lebensphilosophie und Menschenkenntniß enthält. Sein Familiengut Hottkocz verwandelte er in ein wahres Tusculum. Der englische Lustgarten wurde mit Statuen und andern Denkmälern, welche von dem Grafen verfaßte lateinische Inschriften im Lapidarstyl tragen, geschmückt. Franz Kazinczy (s. d.) hat von diesem herrlichen Garten eine Schilderung in den Hazai Tudósitások (1806) veröffentlicht, wovon eine freie deutsche Uebersetzung Dr. Rumy in den „Vaterländischen Blättern für den östr. Kaiserstaat“ mitgetheilt hat.

Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau 1827, III. Jahrg. 1825, II. Bd. Nr. 239, S. 1600. Artikel von Rumy. – Hormayr (Freih. von), Taschenbuch für vaterländische Geschichte (Wien 1626) VII. Jahrg. S. 401. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835 u. f., 6 Bde.) I. Bd. S. 628.