BLKÖ:Döll von Grünheim, Karl Ritter von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 3 (1858), ab Seite: 342. (Quelle)
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Döll von Grünheim, Karl Ritter von (Feldmarschall-Lieutenant und Ritter des Maria Theresienordens, geb. zu Westerstätten in Würtemberg 6. Jänn. 1794, gest. zu Treviso 13. Jänn. 1854). Trat, 19 Jahre alt, (1812) als Fähnrich in das Inf.-Reg. Erzh. Karl Nr. 3, wurde bald Lieutenant und machte die Feldzüge 1813, 1814 und die Einschließung von Straßburg 1815 mit. [343] Stufenweise rückte er zum Oberlieutenant (26. April 1823), Kapitän-Lieutenant (25. März 1831) und Hauptmann im Regimente (16. Juli 1832) vor. Am 15. Juli 1839 wurde er Major im Inf.-Reg. Paumgartten Nr. 21, am 2. Oct. 1846 dessen Oberst. Das J. 1848 gab ihm Gelegenheit, seine todesmuthige Tapferkeit an der Spitze seines Regimentes zu erproben. Er war es, der bei der Erhebung in Mailand das hartnäckig vertheidigte und wichtige Stadthaus (Broletto) erstürmte. Später zeichnete er sich bei Mezzalana und Montanara (13. Juni), neuerdings bei Erstürmung der Schanzen vor Curtatone, und insbesondere den darauf folgenden Tag aus, als er an der Spitze seiner geschlossenen Bataillonscolonne zwei Stunden im heftigsten Kugelfeuer ausharrte und durch seine unbewegte Haltung und das ruhige Commando moralisch auf seine Truppe einwirkte. Eine Kanonenkugel zerschmetterte seinen rechten Fuß und endete seine Wirksamkeit auf dem Schlachtfelde, welche der Monarch mit dem Ritterkreuze des Mar. Theresienordens belohnte. Nach glücklich überstandener Amputation, wurde Oberst D. zum Stadtcommandanten von Mailand, am 27. Mai 1849 zum General-Major und 1850 zum Festungscommandanten in Piacenza ernannt. Im Mai 1851 wurde er mit der Bestimmung als Director der Ingenieur-Akademie in’s Genie-Corps übersetzt, im Febr. 1853 aber seines Amtes enthoben und mit Feldmarschall-Lieutenants-Charakter in Ruhestand versetzt, den er nicht lange genoß, da er schon im folgenden Jahre zu Treviso, wohin er sich zurückgezogen hatte, starb.

Strack (Joseph), Die Generale der österreichischen Armee (Wien 1850, J. Keck u. Sohn, kl. 8°.) S. 651. – Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria-Theresien-Orden u. seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei) I. Bd. S. 1539. – Oestr. Militär-Konversations-Lex. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert[WS 1] (Wien 1851) II. Bd. S. 92. – Oestr. Milit. Kalender von Hirtenfeld (Wien, Gerold) V. Jahrg. S. 106.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Meinert.