BLKÖ:Domokos, Joseph Freiherr von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Domin, Joseph Franz
Nächster>>>
Donati, Vitaliano
Band: 3 (1858), ab Seite: 354. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 143955608, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Domokos, Joseph Freiherr von|3|354|}}

Domokos, Joseph Freiherr von (k. k. Major, Ritter des Mar. Theresien-Ordens, geb zu Alsó Csernaton 1762, gest. zu Tussov 15. Oct. 1834). Entstammt einem adeligen siebenbürgischen Geschlechte; trat im Nov. 1782 in das ehemalige Dragoner-Reg. Erzh. Ferdinand ein. 1786 wurde er Lieutenant bei Levenehr-Chevauxlegers[WS 1] (gegenwärtig Toscana-Dragoner Nr. 4) und im Türkenkriege Rittmeister. In diesem Kriege zeichnete er sich in der Schlacht [355] bei Martinestje aus. Im Nov. 1791 wurde er in gleicher Eigenschaft zu Meszaros-Uhlanen Nr. 1, jetzt Graf Civalart-Uhlanen, übersetzt, kam nach Italien und wohnte allen Kämpfen jener Periode bei. Vor Lodi (11. Mai 1796) bei dem Rückzuge des Corps des Feldmarschall-Lieutenants Baron Sebottendorf erwarb sich D. das Ritterkreuz des Mar. Theresienordens. Das ganze Corps mit Geschütz und Train war in Gefahr, in des Feindes Hand zu fallen. Es galt das Vordringen desselben aufzuhalten. Die Gefahr war groß. D. erkannte sie. „Auf Euch Uhlanen beruht meine ganze Hoffnung!“ rief D. seinen Leuten zu, welche angeeifert durch seine Aufmunterung die feindliche Cavallerie mit ausgezeichneter Entschlossenheit[WS 2] attaquirten und nach langem Kampfe entschieden zurückwarfen, so daß Feldmarschall-Lieutenant Sebottendorf Zeit gewann, seine bereits in Unordnung gerathenen Colonnen zu ordnen, sich nun gefaßt dem Feinde entgegenzustellen und gegen denselben zu behaupten. Nachdem D. noch in den Jahren 1799 und 1800 öfter Proben seiner Tapferkeit gegeben und mehrere Male verwundet worden, zog er sich im Juli 1803 als Major in den Ruhestand und auf seine Besitzung in Siebenbürgen zurück, wo er im Alter von 72 Jahren starb.

Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) I. Bd. S. 587. – Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1852, gr. 8°.) II. Bd. S. 97.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Levenehr-Chevaulegers.
  2. Vorlage: Entschossenheit.