BLKÖ:Eberl, Raimund Freiherr von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 3 (1858), ab Seite: 410. (Quelle)
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Eberl, Raimund Freiherr von (k. k. Oberst und Ritter des Mar. Theresienordens, geb. zu Wien 1766, gest. ebenda 15. Dec. 1833). Wurde in der Wiener-Neustädter Militär-Akademie gebildet. Im Oct. 1784 trat er als Fahnen-Cadet bei Tillier-Infanterie ein, focht als Fähnrich im Türkenkriege, als Hauptmann in den französischen Feldzügen und ward 1805 Major. Zuerst zeichnete er sich bei Landshut (1809), dann bei Ebelsberg und Aspern so aus, daß er zum Oberstlieutenant befördert wurde. Im J. 1813 rückte E. zum Obersten des Inf.-Reg. St. Julien Nr. 61 (derzeit Graf Strassoldo-Graffenberg) vor. Für seine Waffenthat in der Schlacht am Mincio (8. Oct. 1814), wo er mit 2 Bataillonen seines Regiments bei Pozzolo zuerst den Feind aufhielt, dann zum Rückzuge zwang und dadurch die übrigen Truppen von großer Gefahr befreite, erhielt er mit Handbillet aus Chaumont vom 8. März 1814 das Ritterkreuz des Mar. Theresien-Ordens und im Mai 1815 den Freiherrnstand. Später wurde er Festungscommandant zu Ferrara und Piacenza, 1831 Kapitän-Lieutenant bei der Trabanten-Leibgarde in Wien; am 14. December 1832 erhielt er das böhmische Incolat; im folgenden Jahre starb er im Alter von 68 Jahren. – Anton Freiherr von (k. k. Hauptmann). Sohn des Vorigen. Die Sonntagsblätter [411] 1845 S. 616 melden von ihm: „In der schönen Stadt, dem Geburtsorte Blumauers und Mayrhofers, lebt seit einem Jahre (1844) der durch seine talentvollen Gedichte: „Erinnerungen an Tyrol“ (Innsbruck 1835 und 39, Wagner, mit Ansichten, 12°.) bekannt gewordene Anton Freiherr von Eberl, als pensionirter k. k. Kapitän“.

Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder. Nach authentischen Quellen (Wien 1857, Staatsdruckerei, Lex. 8°.) II. Abth. S. 1287 u. 1750. – Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausgegeben von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 158. – Freiherrnstands-Diplom vom 6. Mai 1815. [Die Familie Eberl wurde bereits im Jahre 1606 in den Reichsadel erhoben, und da sie das Diplom in den Wirren des 30jährigen Krieges verloren hatte, der Adel mit Diplom vom 20. Jänner 1763 erneuert.]