BLKÖ:Gardini, Anton Maria

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Garay, Johann
Band: 5 (1859), ab Seite: 89. (Quelle)
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Gardini, Anton Maria (Bischof von Crema, geb. zu Venedig 19. März 1738, gest. in Vicenza 1800). Trat 19 Jahre alt (1757) in den Orden der Camaldulenser in’s Kloster San Michael auf Murano, bildete sich unter tüchtigen Lehrern aus, und kam dann nach Rom als Lector im Collegium der Propaganda. Nach seiner Rückkehr in’s Kloster San Michael trug er den Novizen seines Ordens Philosophie und Theologie vor. Am 13. Sept. 1782 erhob ihn Papst Pius VI. auf den bischöflichen Stuhl von Crema. Die politischen Wirren Italiens vertrieben ihn von seinem Bischofsitze, und er suchte Zuflucht in Venedig. G. gab folgende Schriften heraus: „L’anima umana“; – „Verità di Teologia naturale“; – und „Veritates theologicae“, 2 Bde., zuerst 1782, dann in zweiter und stark vermehrter Ausgabe in 3 Bänden. Die letzte Function seines heiligen Amtes war, daß er über Aufforderung des heiligen Collegiums, bevor sich dasselbe im Dec. 1799 in’s Conclave der Insel S. Giorgio Maggiore zurückzog, aus welchem als Papst Pius VII. hervorging, das Gebet: „De eligendo Summo Pontifice“ verrichtete, aber bald darauf erlag er im Alter von 62 Jahren.

Dandolo (Girol.), La caduta della repubblica di Venezia ed i suoi ultimi cinquant’ anni. Studii storici (Venedig 1856, Naratovich, 8°.) S. 323.