BLKÖ:Gatti, Ludwig

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 104. (Quelle)
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Gatti, Ludwig (Compositeur, geb. zu Castro Lacizzi bei Mantua 11. Juni 1740, gest. zu Salzburg 28. Februar 1817). Widmete sich dem geistlichen Stande, wurde Abate und trieb fleißig Musik, insbesondere der dramatischen Musik huldigend. Noch während seines Aufenthaltes in Mantua und Piacenza brachte er die Opern „l’Olimpiade“ (1784); – „Nitetti”, – „Demonfonte” (1788) zur Aufführung. Im J. 1789 nach Pillwein, – 1782 nach Bernsdorf-Schladebach, 1783 nach der Musikzeitung – kam er als Capellmeister der fürsterzbischöflichen Hof- und Domcapelle nach Salzburg. In dieser Stellung blieb er bis an seinen Tod, der im Alter von 77 Jahren erfolgte. G. hat außer den obengenannten Opern viel, u. z. Messen, Litaneien, Offertorien und andere Kirchenmusik, ferner mehrere Instrumental- und Vocal-Compositionen für die Kammer, und das Oratorium: „La morte d’Abele” (1788) componirt.

Pillwein (Benedict), Biographische Schilderungen öder Lexikon salzburgischer, theils verstorbener theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayer, kl. 8°.) S. 62 [nach diesem gest. 28. Febr. 1817]. – Gerber (Ernst Ludw.), Neues histor.-biogr. Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812, gr. 8°.) II. Bd. S. 265. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst (begonnen von Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bernsdorf) (Dresden 1857, Schäfer, gr. 8°.) II. Bd. S. 113 [nach diesem und Ersch und Gruber gest. 1. März 1817]. – Wiener allg. Musikzeitung, herausg. von A. Schmidt 1842, Nr. 70, S. 288 [nach dieser gest. 1. Mai 1817]. – Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allg. Encyklopädie der Wissensch. u. Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. 54. Thl. S. 393.