BLKÖ:Haan, Ludwig August

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Haan, Johann Nepomuk
Band: 6 (1860), ab Seite: 97. (Quelle)
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Haan, Ludwig August (Pastor, geb. zu Sámsonháza 13. August 1818). Sohn eines protestantischen Geistlichen, besuchte die niedern Schulen zu Csaba im Bekeser Comitate, dem größten Dorfe Ungarns, vielleicht der Welt (23.000 Einw.), das Gymnasium in Mező-Berényi, die philosophischen Jahrgänge in Eperies. Nach fünfjährigem Aufenthalte daselbst begab er sich 1841 nach Deutschland, um an den dortigen Hochschulen seine Studien zu beenden; er ging zuerst nach Jena, wo er die Collegien von Reinhold, Appelt, Luden, Baumgarten-Crusius; dann nach Berlin, wo er jene von Schelling , Marheineke, Twesten, Michelet, Beneke und Cibulski besuchte. In seine Heimath zurückgekehrt, wurde er im Juni 1843 in das Priesteramt seiner Kirche eingekleidet und besorgte 6 Jahre hindurch zu Schemnitz den Schulunterricht; im Jahre 1848 wurde er Pastor zu Nagy-Lak und 1855 folgte er seinem (am 12. September 1855 verstorbenen) Vater in der Pastorstelle zu Csaba, welche er noch bekleidet. Er gab folgende Schriften heraus: „Bekes Csaba történetei“, d. i. Geschichte von Csaba im Bekeser Comitate (1845); anläßlich der 50jährigen Jubelfeier der protestantischen Kirche zu Nagy-Lak, mit Daniel Zayacz vereint, die Schrift: „Ó és uj Nagylaknak történetei“, d. i. Geschichte von Alt- und Neu-Nagy-Lak (1853), und bei Gelegenheit der dritten Säcularfeier der Universität Jena im Jahre 1858 das Werkchen: „Jena Hungarica, sive Memoria Hungarorum a tribus proximis Saeculis Academiae Jenensi adscriptorum“ (Gyulae 1858, Leopold Réthy, 8°.).

Haan (L. A.), Jena Hungarica (Gyula 1858) S. 167 [gibt in der von ihm selbst verfaßten Festschrift Nachricht über sein Leben]. – Bibliographisches Centralorgan für das Kaiserthum Oesterreich (Wien 1859, 4.°.) Jahrg. I, S. 347, Marg. 5366.