BLKÖ:Habsburg, Maria Anna von der Pfalz-Neuburg

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 25. (Quelle)
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Maria Anna von der Pfalz (1667–1740) in der Wikipedia
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209. Maria Anna von der Pfalz-Neuburg, Königin von Spanien (geb. 28. October 1667, gest. 16. Juli 1740). Tochter Philipp Wilhelm’s, Churfürsten von Pfalz-Neuburg, aus dessen zweiter Ehe mit Elisabeth Amalie, Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt. Maria Anna wurde am 4. Mai 1690 dem Könige Karl II., dem letzten Habsburger in Spanien, vermält. Sie war dessen zweite Gemalin und gleich der ersten, Maria Louise von Orleans, hinterließ sie ihm keine Leibeserben. Von Frankreich gewonnen, trat sie den Bestimmungen des gefälschten Testamentes, welchem zufolge der Herzog von Anjou, als Philipp V. Nachfolger ihres Gemals auf dem Throne Spaniens wurde, nicht entgegen. In Gesellschaft ihres Beichtvaters Gabriel und ihrer Vertrauten, der Frau von Berlepsch, lebte sie, allen Regierungsangelegenheiten fremd, seit 1700, nach ihres Gemals Tode, der übrigens für sie nie eine Neigung empfunden hatte, in Toledo; als sich später das Glück der Waffen auf österreichische Seite neigte, als Staatsgefangene zu Bayonne. Bis zum Jahre 1738 hatte sie dort zugebracht, nun begab sie sich nach Guadalaxara, wo sie zwei Jahre später, im hohen Alter von 73 Jahren, starb.

Journal de voyage de la reine Marie Anne de Neubourg jusqu’ à Madrid (Bruxell. 1691, 8°.). – Porträte. 1). J. Gole fec. et exc. (4°.), Schwarzk.; – 2) G. A. Wolffgang sc. (Fol.).