BLKÖ:Herberstein, Johann Georg Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 8 (1862), ab Seite: 336. (Quelle)
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38. Johann Georg Graf (geb. 8. Mai 1660, gest. den Tod für’s Vaterland 13. Juli 1686). Von der ältern Hauptlinie, der Stifter des ersten Astes derselben, der noch heut’ – der einzige – fortblüht. [337] Aeltester Sohn des Grafen Johann Ferdinand (I.) [32] aus dessen Ehe mit M. Rosina Elisabeth Gräfin Herberstein; auch ein ausgezeichneter Kriegsmann, der 1683 bei der Vertheidigung Wiens gegen die Türken, später in mehreren Schlachten, welche Ungarn von dem Joche derselben befreiten, mitfocht. Major im Schärfenberg’schen Regimente fand er, erst 26 Jahre alt, nachdem er bei der Erstürmung der Festung Ofen durch Prinz Eugen eben eine Bresche erstürmt hatte, am 13. Juli 1686 den Tod für’s Vaterland. Aus seiner Ehe (29. Jänner 1686) mit Maximiliane Christine Gräfin von Trautmannsdorf hinterließ er nur einen Sohn, den Grafen Johann Maximilian, nachmaligen innerösterreichischen Hofkammerrath und Vicedom von Steiermark, der, obgleich er auch jung – 29 Jahre alt – starb (8. März 1716), dennoch vier Kinder hinterließ, darunter den Grafen Johann Georg (geb. 20. September 1715), der 1756 bis 1763 im Kriege mit Preußen rühmlich gefochten und 1778 als General unverehelicht gestorben ist, und den Grafen Johann Gundaker, der das Geschlecht fortpflanzte. Die Witwe des Grafen Johann Georg schloß nach der Hand mit Franz Ehrenreich Grafen von Trautmannsdorf eine zweite Ehe. –