BLKÖ:Herz zu Herzfeld, Franz Christoph von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Herz, Elise
Band: 8 (1862), ab Seite: 406. (Quelle)
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Herz zu Herzfeld, Franz Christoph von (Rechtsgelehrter, geb. zu Salzburg 8. October 1712, gest. ebenda 1. Jänner 1752). Der Sohn des salzburgischen Rechtsgelehrten Franz Joseph H., dessen [unten in den Quellen] näher gedacht wird. Beendete die juridischen Studien in seiner Vaterstadt, und begab sich 1734 nach Wien und Gratz, wo er prakticirte. Nach seiner Rückkehr, Anfang 1736, wurde er zum wirklichen Salzburgischen Hofrath und nach Erkrankung seines Vaters zum außerordentlichen Professor der Rechte an der dortigen Hochschule ernannt; am 27. August d. J. erhielt er die juridische Doctorwürde und nach dem Tode seines Vaters, 1739, übernahm er das ordentliche Lehramt der [407] Institutionen. Neben seinem Gegenstande las er über deutsche Rechtsgeschichte, und erwarb sich somit das Verdienst, der erste Germanist an der Salzburger Hochschule gewesen zu sein. Seine Schriften, in denen er eine gründliche Kenntniß deutscher Geschichte und Rechtsgeschichte beurkundet, sind: „Exercitationum juridicarum jurisprudentiam elementarem illustrantium Specimen I. et II.“ (Salisburgi 1745, 4°.); – „Zufällige Gedanken von der heutigen Rechtsgelehrsamkeit und üblichen Processform“ (ohne Nennung des Autors, Druckortes und Jahres, 4°.); – „Conspectus jurisprudentiae elementaris in usum auditorum secundum §§. institutionum imperialium adornatus“ (Salisburgi 1751, 4°.); – „Thematum promiscuorum jus Romano-Germanicum illustrantium Specimen I. Prolegomena iurisprudentiae tum publicae tum privatae exhibens“ (ebenda im nämlichen Jahre, 4°.); – „Oratio academica de illustribus et nobilibus qui gradu Doctoris insigniti sunt“. Meusel und Zauner bemerken, daß sie nicht sagen können, ob diese in seinen „Zufälligen Gedanken“ S. 50 angeführte Schrift auch wirklich im Drucke erschienen sei. H., immer kränklich, starb nach längerem Leiden, jung, noch nicht 40 Jahre alt.

Zauner (Judas Thaddäus), Biographische Nachrichten von Salzburgischen Rechtslehrern ... (Salzburg 1789, Waisenhausbuchhandlung, 8°.) S. 83. – Baader, Gelehrtes Baiern, Band I, S. 496, Nachtrag dazu, S. 16. – Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, II. Section, 7. Theil, S. 95. – Meusel (Johann Georg), Lexikon der vom Jahre 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig 1805, Gerh. Fleischer, 8°.) Bd. V, S. 421. –