BLKÖ:Hitzenthaler, Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 9 (1863), ab Seite: 59. (Quelle)
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Hitzenthaler, Anton (Historienmaler, aus Oberösterreich gebürtig, lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts). Er heißt auch Hitzenthaler der Aeltere, zum Gegensatze eines zweiten Künstlers desselben Namens, welcher der Jüngere genannt wird. Ob sie Vater und Sohn oder Brüder gewesen, wo sie [60] ihre künstlerische Ausbildung erhalten haben, überhaupt Näheres über ihre Lebensverhältnisse aufzufinden, gelang mir nicht. Hitzenthaler der Aeltere lebte in Linz und war ein geschickter Künstler, wie dieß mehrere der in Kirchen von Linz und in anderen Ortschaften Oberösterreichs noch vorhandenen Arbeiten in Oel und Fresco beweisen. Es sind von seiner Hand gemalt zu Linz in der Kapuziner- oder St. Mathias-Pfarrkirche das Altarbild: „Die Geburt Christi“; – in der Kirche der barmherzigen Brüder die zwei Altarbilder: „Christus am Kreuze“ und „Johannes von Gott“; – zu Feldkirchen in der St. Michaelskirche unter den beiden Oratorien die zwei Einschubbilder: „Die Geburt des Heilandes“ und „Das Pfingstfest“; – auch ist „Der Kreuzgang“ daselbst von seinem Pinsel; – zu St. Georgen das Altarblatt: „Der H. Georg“; – im Markte Helmansöd die beiden Seitenaltäre; – im Markte Leonfelden das Presbyterium der Pfarrkirche; – im Markte Mauthhausen mehrere Altarblätter in der Pfarrkirche St. Nikolaus; – zu Pöstlingberg die beiden Altarblätter und die sämmtlichen Fresken der dortigen Wallfahrtskirche. Uebrigens scheint Hitzenthaler noch im Jahre 1817 gelebt zu haben, da Tschischka (S. 114) von der Pfarrkirche zu St. Georgen berichtet: „sie besitzt seit 1817 ein schönes Altarblatt von Hitzenthaler dem Aelteren“. – Von Hitzenthaler dem Jüngeren sind gemalt in Linz die Fresken in der Hausapotheke der barmherzigen Brüder, ferner hat er in der Linzer Stadtpfarrkirche im Presbyterium die ursprünglich von Altamonte gemalten Fresken im Jahre 1822 restaurirt und noch sind in Oberösterreich die zwei Altarblätter in der Pfarrkirche des Marktes Peilstein, wie die meisten der St. Peterskirche zu St. Peter am Windberge Werke von seiner Hand.

Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Friedr. Beck, 8°.) S. 365.