BLKÖ:Hlasiwetz, Heinrich Hermann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Hladnik, Franz
Nächster>>>
Hlatky, Joseph
Band: 9 (1863), ab Seite: 62. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Heinrich Hlasiwetz in der Wikipedia
GND-Eintrag: 116917784, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hlasiwetz, Heinrich Hermann|9|62|}}

Hlasiwetz, Heinrich Hermann (Professor der Chemie, geb. zu Reichenberg in Böhmen 7. April 1825). Studirte in Jena unter Döbereiner und Wackenroder, erwarb sich die philosophische Doctorwürde, widmete sich dem Lehramte, wurde zuerst Assistent der Chemie in Prag und kam 1851 als Professor der Chemie an die Universität nach Innsbruck. Seine chemischen Untersuchungen, von denen er mehrere in Gemeinschaft mit Rochleder ausgeführt, [63] sind in wissenschaftlichen Sammelwerken abgedruckt und zwar in Liebig’s „Annalen“: „Untersuchung des Asofoetidaöles“ (LXXI, 1849); – „Ueber die Einwirkung von Schwefelkohlenstoff und Amoniak auf Aceton, Mesitiloxid u. s. w.“ (LXXVI, 1850); – „Untersuchung der Säure in der Wurzel von Chiococca racemosa“, in Verbindung mit Rochleder (ebenda); – in den „Sitzungsberichten der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der kais. Akademie der Wissenschaften“ (die mit einem * bezeichneten sind auch in Sonderabdrücken erschienen): „Ueber das Ciuchonin“ (Bd. IV, S. 9 und 267); – „Ueber das Theobromin“, mit Rochleder (IV, 266);– „Ueber die Schwefelcyan-Verbindungen des Aceton und Metaceton“ (IV, 271); – „Ueber die Wurzel der Anococca racemosa“, mit Rochleder (V, 6); – „Ueber einige Verbindungen der Radicale (C6 H5) Rn“ (V, 171); – *„Ueber die Rinde der China nova“ (VI, 265); – „Ueber Capparis spinosa“, mit Rochleder (VII, 817); – „Ueber die Robiniasäure“ (XIII, 526); – „Ueber die Wurzel der Ononis spinosa“ (XV, 142); – „Ueber die Zusammensetzung des Ursons“ (XVI, 293); – *„Ueber Rutinsäure und Quercitrin“ (XVII, 375, und XXXVI, 119, 401–418); – *„Ueber das Phloretin (XVII, 382); – *„Analyse des Sauerbrunnens und der Schwefelquelle zu Obladis in Tirol“ (XVIII, 133); – „Ueber Kohlensäure-Bestimmungen der athmosphärischen Luft“ (XX, 189, mit 1 Taf.); – „Ueber einige Salze des Harnstoffes mit organischen Säuren“ (XX, 207); – *„Ueber die Mesityl-Schwefelsäure“ (XXI, 225); – „Ueber die Phloretin-Säure“ (XXIV, 237); – „Ueber die Achillen-Säure“ (XXIV, 268); – „Ueber die Methode der Kohlensäure-Bestimmung der atmosphärischen Luft nach Mohr“ (XXIV, 279); – *„Ueber Buchentheer, Kreosot und die Destillationsproducte des Guajakharzes“ (XXX, 81); – *„Analyse der Mineralquelle del Franco zu Recoaro“ (XXXIII, 90); – „Ueber eine neue Zersetzungsweise der Trinitrophenylsäure“ (XXXV, 129, 136–147); – „Ueber Chinovin“ (XXXV, 359, 503–510). H. ist im J. 1861 zum correspondirenden Mitgliede der kais. Akademie der Wissenschaften gewählt worden.

Poggendorff (J. C.) Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859. J. Ambr. Barth, Lex. 8°.) Sp. 1115.