BLKÖ:Hocke, Karl Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Hock, Alexander
Nächster>>>
Hocke, Nikolaus
Band: 9 (1863), ab Seite: 81. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hocke, Karl Freiherr|9|81|}}

Hocke, Karl Freiherr (General-Major und Ritter des Maria Theresien-Ordens, geb. zu Wien 1714, gest. ebenda 19. April 1791). Entstammt einem alten schlesischen Adelsgeschlechte und trat, 19 Jahre alt, in das Dragoner-Regiment Römer (nachmals als Coburg-Dragoner aufgelöst). Von Stufe zu Stufe in der Beförderung vorrückend, wurde er im Jahre 1759, nach 26 Dienstjahren, Oberst und Commandant des Regiments, in welchem er seine militärische Laufbahn begonnen hatte. Er hatte bereits in den Feldzügen in Oberitalien 1734, dann in Bosnien 1737 und im österreichischen Successionskriege gekämpft; bei Molwitz aber, 1741, als Hauptmann unter den Augen seines Inhabers sich ausgezeichnet. Nach der Schlacht von Hohenfriedberg, 1745, wurde er Major und 11 Jahre später, 19. März 1756, Oberstlieutenant. Bei Breslau und Beuthen theilte er mit dem Regimente das Schicksal der Gefangenschaft, wurde am 18. März 1759 Oberst und bei Kunersdorf verwundet. Bei Landshut griff er das preußische Dragoner-Regiment Platen an und nahm den größten Theil desselben gefangen. Bald darauf hieb er in zwei Infanterie-Bataillone ein, machte viele Gefangene, erbeutete 5 Fahnen, 5 Kanonen und die silbernen Pauken der Dragoner, welche seinem Regimente als Auszeichnung zu führen bewilligt wurden. Einen Ueberfall des preußischen Huszaren-Regiments Dinge!städt bei Prochnitz (3. August) vereitelte seine Umsicht; und bei Liegnitz führte er auf die preußische Infanterie einen siegreichen Angriff aus, bei welchem er wieder 5 Fahnen erbeutete. Im August 1761 kam er zur russischen Armee nach Wahlstadt; in der 6. Promotion (vom 22. December 1761) wurde er für seine Waffenthaten mit dem Ritterkreuze des Maria Theresien-Ordens ausgezeichnet und im folgenden Jahre in den Freiherrnstand erhoben. Am 1. November 1771, nach 38 Dienstjahren, in den Ruhestand versetzt, genoß er denselben noch volle 20 Jahre, bis er im Alter von 77 Jahren starb.

Hirtenfeld (J.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, gr. 8°.) S. 137 und 1729 [nach diesem gest. 19. April 1791]. – Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon, herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien 1850, gr. 8°.) Bd. III, S. 205 [nach diesem gestorben am 25. April 1791]. – Wappen. In Gold ein gekrönter schwarzer rechtsschauender Adler mit aufgesperrtem Schnabel, roth ausgeschlagener Zunge, ausgebreiteten Flügeln und ausgestreckten Krallen. Den Schild bedeckt die Freiherrnkrone, auf der ein in’s Visir gestellter gekrönter Helm steht, aus dessen Krone zwischen zwei in der Mitte quer – vorne oben und hinten unten gold, dann hinten oben und vorne unten schwarz – abgetheilten Büffelhörnern sich der schwarze Adler des Schildes erhebt. Die Helmdecken zu beiden Seiten sind gold und schwarz abgetheilt.