BLKÖ:Hofbauer Edler von Hohenwall, Gottfried

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Hofbauer (Maler)
Band: 9 (1863), ab Seite: 133. (Quelle)
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Hofbauer Edler von Hohenwall, Gottfried (k. k. Oberstlieutenant, geb. zu Theresienstadt in Böhmen 1787, gest. zu Wien 8. October 1852). Trat am 7. October 1801 als Unterkanonier in die Artillerie, kam am 1. December 1803 zum Bombardiercorps, machte die Feldzüge 1805, 1809, 1813–1815 mit und erkämpfte sich die silberne und goldene Tapferkeitsmedaille; die silberne erhielt er am 28. Juni 1810 für sein muthvolles Verhalten bei Aderklaa, die letztere aber am 15. Februar 1814 für seine schöne Waffenthat bei Valleggio und Bozzolo; auch rückte er in dieser Zeit zum Oberfeuerwerker, und am 1. April 1815 zum Unterlieutenant vor. In seinem Range wurde er zum Oberlieutenant (1. März 1819), zum Hauptmann (10. Juli 1829) und Major (23. November 1840) befördert. Am 16. September 1848 wurde er mit Oberstlieutenants-Charakter in den Ruhestand versetzt. Während seiner Dienstzeit als subalterner Officier vom Jahre 1816 an war er Lehrer der Situationszeichnung und anderer Fächer im Bombardiercorps und gab als solcher im Drucke heraus: „Vorlegeblätter zur Situationszeichnung“ (Wien 1829) und „Kurzgefasster Reitunterricht“ (Pesth 1843, mit 7 Taf.), in dessen [134] Anhange eine Unterweisung über die bei der Cavallerie eingeführten Säbel-, Hand- und Gefechtsgriffe zum Gebrauche für jene Militärs, deren Dienst es erfordert, Reiter zu sein, enthalten ist. Hofbauer, welcher im Alter von 63 Jahren starb, wurde bereits im Jahre 1832 mit dem Prädicate Edler von Hohenwall geadelt.

Hirtenfeld (J.). Oesterreich. Militär-Kalender (Wien, kl. 8°.) Jahrg. V (1854), S. 114. – Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon (Wien 1850 u. f., gr. 8°.) Bd. III, S. 224. – Adelstands-Diplom vom 14. März 1832. – Wappen. Gevierteter Schild, 1: Silber und 2: Gold und über beiden Feldern liegt mitten ein großer grüner Lorberkranz, der mittelst zwei übereinander liegenden bloßen Schwertern mit goldenen Griffen durchstochen ist. 3: in Blau auf grünem Boden ein nach innen hochaufspringendes weißes Pferd mit schwarzem fliegenden Zügel; 4: in Roth auf grünem Boden eine zersprungene brennende Granate, und über ihr eine fliegende brennende Granate. Den Schild bedeckt ein rechtsgekehrter gekrönter Helm, aus dessen Krone zwischen einem offenen Adlerfluge drei goldene Kornähren hervorwachsen. Die Helmdecken sind rechts Silber und blau, links Gold und roth.