BLKÖ:Hofer, Joseph Anton

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 9 (1863), ab Seite: 153. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Joseph Anton Hofer in der Wikipedia
GND-Eintrag: 137583710, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hofer, Joseph Anton|9|153|}}

Hofer, Joseph Anton (gelehrter Theolog, geb. zu Castelruth am 19. Mai 1742, gest. zu Brixen 1820). Besuchte die unteren Schulen zu Brixen, die Universität zu Innsbruck, wo er Philosophie, geistliche und weltliche Rechte studirte und die philosophische Doctorwürde erwarb. Nach beendeten theologischen Studien und 1765 erhaltenen h. Weihen widmete er sich dem Lehramte und wurde vorerst Professor der Rhetorik, bald auch Präfect am Gymnasium zu Brixen. Später wurde er Domherr am Brixener Domcapitel, 1782 k. k. Gubernialrath und Referent in geistlichen Sachen zu Innsbruck, kehrte aber schon 1786 auf seinen Domherrnposten nach Brixen zurück und lehrte überdieß am Brixener Lyceum das Kirchenrecht bis 1807, in welchem Jahre er in den Ruhestand übertrat, als fürstbischöflicher geistlicher Rath aber bis an seinen Tod fortwirkte. Im Drucke gab er heraus: „Anleitung zu Geographie der älteren und neueren Zeiten“ (Brixen 1774); – „Van Espen, Juris ecclesiastici universi compendium“. 4 Bde. (ebd. 1781); – „Conspectus juris ecclesiastici publici“ (ebd. 1783, 8°.). H. starb im hohen Alter von 78 Jahren.

Oesterreichische National-Encyklopädie herausg. von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 608.