BLKÖ:Inganni, Angelo

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Induno, Hieronymus
Nächster>>>
Ingenhouß, Johann
Band: 10 (1863), ab Seite: 206. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Angelo Inganni in der Wikipedia
GND-Eintrag: 121726614, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Inganni, Angelo|10|206|}}

Inganni, Angelo (Architektur- und Genremaler, geb. zu Brescia 1807). Ueber den Bildungsgang dieses Künstlers, welcher Mitglied der Akademie der Künste in Mailand ist, in Brescia lebt und arbeitet und dessen Arbeiten in Oberitalien sehr geschätzt sind, ist dem Herausgeber nichts bekannt geworden. Von seinen Arbeiten sind anzuführen: „Die Ansicht des äussersten linken Seitenganges an der Façade des Domes und des Domplatzes zu Mailand“; dieses (5′ 7″ hohe, 4′ 5″ breite) reich staffirte, 1839 gemalte Bild befindet sich in der kais. Belvedere-Gallerie in der Abtheilung moderne Schule; – in den Ausstellungen von Mailand und Venedig waren zu sehen, 1846: „Ansicht des Hafens von Como“, im Album Esposizione 1847, gestochen von Cherbouin; – 1847: „Der Platz Fontana“, ebenda, gest. von Cherbouin; – „Der Platz Borromeo“, ebenda; – „Der Arco della Costa in Verona“, im neuen österr. Kunstvereine 1851 ausgestellt (Preis 466 fl. Silber); – 1852: „Façade des Mailänder Domes“; – 1854: „Eine Bäuerin, welche die Adresse eines Briefes ihres Geliebten nachdenkend betrachtet“; – 1855: „Ein Bauer, der seine Ochsen tränkt“; – „Ein Bauer“, halbe Figur, Bild mit Lichteffect; – 1857: „Der Palast des Municipiums in Brescia; – 1858: „Das Wettersegnen“, in der Akademie der bildenden Künste in Wien 1858 ausgestellt (Preis 450 fl.). Zufolge einer Mittheilung in der „Sferza“ 1856, einem in Brescia erscheinenden Journale, stand zu besorgen, daß Inganni ob Mangel an hinreichender Beschäftigung Brescia verlassen und sich in einer anderen Stadt Italiens niederlassen würde. – Ein Francesco Inganni – ob Sohn, Bruder oder Verwandter des Obigen – ist gleichfalls Maler und waren von ihm in der Mailänder Kunstausstellung 1854 eine „Episode aus der Schöpfungsgeschichte“; – „Die Passionsembleme Christi“; – vier „Thierstücke“ – und im Jahre 1855 mehrere gelungene Thierstücke, u. z. „Tauben“, „Enten“, „Eine Elster-“, eine „Eulen– und eine „Taubenfamilie“ ausgestellt.

Album Esposizione di belle arti in Milano ed altre città d’Italia (Milano, Canadelli, 4°.) Anno IX (1847), p. 109; anno XIV (1852), p. 60. – Gemme d’arti italiane (Milano, Venezia, Verona, Ripamonti-Carcano, 4°.) Anno (1856), p. 114. – Elena (Giuseppe), Guida critica all’ esposizione delle belle arti in Brera per l’anno 1854 (Milano, 12°.) P. 37 e 66. – La Sferza (Brescia) 1856, No. 22. – Krafft (Albrecht), Die moderne Schule der k. k. Gemälde-Gallerie (Wien 1854, Pichler’s Witwe und Sohn, 8°.) S. 14.