BLKÖ:Jabłonowski, Maria Anna

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Jabłonowski, Ludwig
Band: 10 (1863), ab Seite: 5. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Jabłonowski, Maria Anna|10|5|}}

6. Maria Anna (geb. 1728, Todesjahr unbekannt), Tochter des Grafen Kasimir Sapieha und zweite Gemalin des Fürsten Johann Cajetan Jabłonowski [s. Nr. 1], der sich mit ihr am 15. November 1750 vermält hat. Die Fürstin hatte große Reisen nach Frankreich, England, Italien gemacht und war durch Geschmack und Gelehrsamkeit ausgezeichnet. Auf ihren Reisen hatte sie einen Schatz von kostbaren Büchern und Naturseltenheiten gesammelt und sie auf ihrer Erbherrschaft Siematyce in Podlachien [6] aufgestellt, zu welchem Zwecke sie große Erweiterungen und Umstaltungen des Schlosses vornehmen ließ. An zwei Millionen Gulden sollen ihre Bibliothek und Sammlung sie gekostet haben. Nach ihrem Tode wurde das Naturaliencabinet von dem Kaiser von Rußland um 100.000 Ducaten gekauft. Das Schloß Siematyce aber, dieser Hort von Kunstschätzen, wurde von dem Warschauer Kaufmanne Meißner, der es um 400.000 Thaler gekauft, in eine Tuchmanufactur umgewandelt. Die von Bohomolec besorgte neue Ausgabe der „Annales Polonici“ von Martin Bielski wurde auf Kosten der Fürstin gedruckt. Die Fürstin war kais. österr. Sternkreuz-Ordensdame. –