BLKÖ:Kamaryt, Joseph Wlastimil

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kaluza, Augustin
Band: 10 (1863), ab Seite: 414. (Quelle)
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Kamaryt, Joseph Wlastimil (Schriftsteller, geb. zu Welešin in Böhmen am 21. Jänner 1797, gest. den 19. März 1833). Widmete sich nach beendeten Schulen dem Studium der Theologie, nach deren Vollendung er in die Seelsorge trat und zuerst Caplan zu Tabor, dann Pfarrer zu Klokot wurde, als welcher er, erst 37 Jahre alt, starb. Er hat folgende Schriften herausgegeben: „Smišené básně“, d. i. Komische Gedichte (Prag 1822, 12°.); – „České národní důchowní písně“, d. i. Böhmische geistliche Volkslieder 2 Theile (Prag 1831 und 1832, 12°.); – „Pomněnky aneb rýmowané propowědy nábožensti a maudrosti. Dárek milé mládeží“, d. i. Vergißmeinnicht oder gereimte Glaubens- und Klugheitssprüche (Prag 1834, 8°., in 2. Auflage nach seinem Tode 1845, als 16°.). Viele seiner Dichtungen, als Satyren, Idyllen und andere lyrische Gedichte sind in den besten čechischen Blättern seiner Zeit, als im „Wlastimil“ in der „Wčela“, d. i. die Biene, im „Wěnec“, d. i. der Kranz, im „Čechoslaw“, den „Kwěty“, d. i. Die Blüthen, in den „Rozmanitosti“, d. i. Miscellen, im „Časopis českého Museum“ u. s. w. erschienen. Die oberwähnte Sammlung der geistlichen Volkslieder ist jedenfalls Kamaryt’s Hauptwerk.

Wenzig (Joseph), Blicke über das böhmische Volk und, seine Geschichte und Literatur (Leipzig 1853, Friedr. Brandstetter, 8°.) S. 138. – Josefa Jungmanna historie literatury české ((Prag 1849, Lex. 8°.) Druhé wydání St. 577. –