BLKÖ:Khevenhüller, Sigismund Friedrich Graf von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 11 (1864), ab Seite: 223. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Sigmund Friedrich von Khevenhüller in der Wikipedia
GND-Eintrag: 138778450, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Khevenhüller, Sigismund Friedrich Graf von|11|223|}}

34. Sigismund Friedrich Graf von K., von der Hohen-Osterwitzischen Linie (geb. 17. September 1666, gest. zu Wien 8. December 1742). Sohn Ehrenreich’s Grafen Kh. aus dessen Ehe mit Benigna Rosina Gräfin Herberstein. Der Graf widmete sich dem Staatsdienste und trat 1686 als Landrechts-Beisitzer in Steiermark in denselben; 1694 wurde er innerösterreichischer Regierungsrath zu Gratz, 1698 innerösterreichischer geheimer Rath und Landeshauptmann in Kärnthen, am 30. Mai 1701 k. k. wirkl. geh. Rath. Nachdem er bis 1711 die Landeshauptmannstelle in Kärnthen bekleidet hatte, berief ihn Kaiser Karl VI. am 20. November 1711 als Statthalter und Regierungspräsidenten Niederösterreichs nach Wien; ernannte ihn 1721 zum Ritter des goldenen Vließes, bald darauf zum Staatsconferenz-Minister und Hofbancalitäts-Director, welche Aemter er bis an sein Lebensende bekleidete. Für den Glanz seines Hauses emsig bedacht, stiftete er für seine Descendenz ein Fideicommiß aus seinen durch Kauf und Vergleich erworbenen Herrschaften Wäxenberg, Sturmberg, Tannhausen, Fladnitz, Hardegg, Prutzendorf, Riegersburg, Ober- und Unter-Mixnix, Storein und Fronsburg und wurde für sich und seine männliche Descendenz am 24. October 1737 in das schwäbische Reichsgrafencollegium (als Besitzer der Grafschaft Hardegg) mit Sitz und Stimme aufgenommen. Aus seiner zweimaligen Ehe hinterließ er 7 Kinder [vergl. die genealogische Tafel Il] und darunter Joseph, ersten Fürsten dieses Hauses [s. d. S. 211]. –