BLKÖ:Kokkinaki, Constantin

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kohn (Schriftsteller)
Band: 12 (1864), ab Seite: 303. (Quelle)
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Kokkinaki, Constantin (neugriechischer Schriftsteller, geb. auf der Insel Chios in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts). Lebte zu Anfang des laufenden Jahrhunderts in Wien, wo er schon früher (1808) eine aus dem Deutschen übersetzte neugriechische „Geschichte des Handels“ herausgab, seit 1816 aber die zu Anfang des Jahres 1811 entstandene von Anthimos Gazi in Wien begründete Zeitung Έρμῆς ό Λόγιος und wie Sartori berichtet, weit besser als ihr Begründer redigirte. Mit Ausbruch der griechischen Revolution hörte das Blatt zu erscheinen auf. Das Blatt hatte eine mitunter gelehrte Tendenz und umfaßte mit Ausschluß der Facultäts-Wissenschaften Geschichte, Philologie, Politik, Literatur, Philosophie, Poesie; sein Hauptabsatz war in die Levante, mit welcher es auch in steter literarischer Verbindung war. Auch hat Kokkinaki Babo’s „Strelitzen“ und Molière’s „Tartüffe“ in das Neugriechische übersetzt. Näheres über K. ist nicht bekannt.

Sartori (Franz Dr.), Historisch-ethnographische Uebersicht der wissenschaftlichen Cultur, Geistesthätigkeit und Literatur des österreichischen [304] Kaiserthums nach seinen mannigfaltigen Sprachen und deren Bildungsstufen (Wien 1830, Gerold, 8°.) S. 194 u. 202.