BLKÖ:Löwenstein-Wertheim, Karl Thomas Fürst

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 445. (Quelle)
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Karl Thomas zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort in der Wikipedia
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8. Karl Thomas Fürst L. (geb. 7. März 1714, gest. 6, Juni 1789), ein Bruder des Maria Theresien-Ritters Christian Philipp Johann Alexander Fürsten L.-W. [s. d. besond. Artikel S. 440]. Fürst Karl Thomas war kais. Kämmerer und General-Feldmarschall-Lieutenant, ferner General-Lieutenant der churpfälzischen Infanterie. Mit kais. Consens vom 19. December 1766 und nach mit seinen Brüdern am 22. Jänner 1767 geschlossenem Hausvertrage, errichtete er am 13. Februar 1768 das böhmische Fideicommiß der Familie Löwenstein-Wertheim, bestehend aus den Herrschaften Weseric, Schwamberg, Guttenstein, Zebau, Skupsch, Hayd und Pernartic. In Ermangelung eigener männlicher Nachkommen berief er zu dessen Besitze successive seine Brüder dem Alter nach mit ihrer Descendenz. Zum Andenken an diese Fideicommiß-Errichtung wurde eine Medaille geprägt. Avers: Brustbild. Am Arme: Carolus STOCKMAR. Umschrift: CAROLUS. Dei Gratia Sacri Romani Imperii PRINCeps IN LOEWENSTein WERTHeim & c. Revers: Eine stehende weibliche Figur, in der Rechten einen Kranz über einem Opferaltar haltend, die Linke auf den Löwenstein’schen Wappenschild stützend. Umschrift: PATRI ET CONSERVATORI SUO FAMILIA LEONSTEINENSIS. Im Abschnitt: PRIMOGENITURA IN BO | HEMia IMPETRATA. | Die 19 DECembris 1766. Der Fürst Karl Thomas war zweimal vermält, zuerst mit Marie Charlotte gebornen Herzogin von Schleswig-Holstein-Slormarn, dann mit Josepha gebornen von Stipplin. Seine Tochter Leopoldine, aus erster Ehe, vermälte sich mit einem Prinzen Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst und starb kinderlos, so daß das von ihrer Mutter ererbte ansehnliche Vermögen auf ihren Vater, den Fürsten Karl Thomas, überging, der in Ermangelung eines männlichen Leibeserben seinem Neffen Dominik Constantin noch bei Lebzeiten das böhmische Fideicommiß cedirte. Der Fürst Karl Thomas erlebte im Jahre 1785 das fünfzigjährige Jubiläum seines Regierungsantrittes, aus welchem Anlasse auch eine Denkmünze ausgegeben wurde. Avers: Brustbild, im Abschnitte: STOCKMAR. Umschrift: CAROLUS Dei Gratia Sacri Romani Imperii PRINCeps IN LOEWENSTein WERTHeim et c. Revers: Vor dem sitzenden Saturnus ein Genius, der eine Säule und einen Votivaltar, worauf eine Sanduhr steht, mit einem Kranze umwindet. Umschrift: FLOREAT EX VOTIS PORRO SIC PRINCIPIS AETAS. Im Abschnitte: JUBILAEUM REGIMINIS | CELEBRATUM | MDCCLXXXV. Von der obigen wie von dieser Denkmünze gibt es Exemplare in Silber, 33/4 Loth schwer. – Der in dem Werke „Die Jakobiner in Wien. Oesterreichische Memoiren aus dem letzten Decennium des achtzehnten Jahrhunderts“ (Zürich und Winterthur 1842, literarisches Comptoir, 8°.) vorkommende Fürst Löwenstein (S. 21 bis 25, 123–145, 243–256) dürfte wohl der obige Fürst Dominik Constantin sein. –