BLKÖ:Löwenstein-Wertheim, Johann Theodorich Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 444. (Quelle)
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Johann Dietrich von Löwenstein-Wertheim-Rochefort in der Wikipedia
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7. Johann Theodorich (Hans Dietrich) Graf L., der Stifter der Rochefort’schen oder Katholischen Linie des Hauses Löwenstein (geb. [445] im December 1584, gest. 6. März 1644) ist ein Sohn des Grafen Ludwig L. aus dessen Ehe mit Anna Gräfin Stolberg, Erbin von Wertheim, wovon später das Haus Löwenstein den Namen Wertheim dem seinigen zufügte. Nachdem er auf mehreren Universitäten seine Ausbildung erhalten, dieselbe auf Reisen durch Frankreich, Holland, England vollendet, betrat er die militärische Laufbahn und focht im kais. Heere, in Ungarn, in den Niederlanden, überall Beweise großer Tapferkeit gebend. Sein Waffenruhm war zu König Ludwig’s XIII. von Frankreich Kenntniß gelangt und dieser bot ihm hohe Stellen in seinem Heere an, jedoch lehnte Graf Johann Theodorich alle Anerbietungen ab. Durch seinen Uebertritt von der lutherischen zur katholischen Kirche entstand Zwiespalt in der Familie und in Folge dessen verlor er auch die Grafschaft Wertheim, welche der König von Schweden den lutherisch gebliebenen Grafen Löwenstein zuerkannte. Graf Johann Theodorich war seit 1610 mit Rosine Gräfin von der Mark vermält, aus welcher Ehe fünf Söhne und zwei Töchter entstammen. Von Ersteren hat nur Ferdinand Karl [s. d. Nr. 3] für dieses Werk näheres Interesse. –