BLKÖ:Lexa von Aehrenthal, Johann Anton

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lexa, Joseph
Band: 15 (1866), ab Seite: 49. (Quelle)
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Zur Genealogie der Freiherren [50] Lexa von Aehrenthal. Die Lexa sind ein eingebornes böhmisches Geschlecht und

Johann Anton Lexa war ein landtafelfähiger Prager Bürger, der sich mannigfache Verdienste erworben, und zwar von 1769 bis 1773 als Filialcassier im Königgrätzer Kreise, von 1774 bis 1785 als Katastral-Oberregistrator und Rechnungsführer des Feuer-, Wasser- und Wetterschäden-Versicherungswesens und später als Oberadministrator der fürstlich Waldeck’schen Herrschaften, welche er durch Anlage von Fabriken, durch glücklichen Anbau von Futterkräutern und Veredlung der Schafzucht besonders nutzreich gemacht. In Folge dieser seiner Verdienste wurde er mit Diplom vom 9. Juni 1790 mit dem Prädicate von Aehrenthal in den erbländischen Adelstand erhoben. Neue Verdienste, die er sich zur Zeit der französischen Kriege erwarb, anläßlich der Errichtung der Jägercorps und bei der Landesvertheidigung überhaupt, veranlaßten seine Erhebung in den Ritterstand, welche mit Diplom vom 8. März 1805 erfolgte, und bei welcher Erhebung eine frühere, von Seite des Reichsvicariates des Churfürsten von Bayern ddo. München 4. Juni 1792 erfolgte, als in Oesterreich null und nichtig unberücksichtigt geblieben ist. Den Freiherrnstand brachte sein Sohn Johann Baptist, der Vicepräsident des königlich böhmischen Landesguberniums, mit Diplom vom 2. September (10. März) 1828 in das Haus. – Familienstand der Freiherren Lexa von Aehrenthal. Johann Anton Lexa von Aehrenthal war mit Johanna gebornen Scher vermält. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder. Johann Baptist, der nachmalige Vicepräsident des böhmischen Landesguberniums [s. d. Obigen], Alois (geb. 21. Juni 1773. gest. 15. Februar 1843) und Johanna (geb. 8. Mai 1777, gest. 15. Februar 1843), vermält mit Wenzel Ritter Wiedersperger von Wiedersperg, k. k. Hauptmann in der Armee (gest. 17. Juni 1831). Johann Baptist L. war zweimal vermält, in erster Ehe (seit 13. September 1807) mit Philippine geb. Freiin Schirndinger von Schirnding (gest. 18. August 1811); in zweiter Ehe (seit 7. Jänner 1815) mit Johanna Nepomucena gebornen Reichsgräfin Wilczek, Frei- und Bannerherrin von Hultschin und Guttenland (geb. 20. October 1793), Witwe seit 17. October 1845. Aus beiden Ehen stammen sechs Kinder, und zwar aus erster Ehe: Freiherr Johann Baptist (geb. 11. März 1817), Maria Anna (geb. 21. Juni 1808) und Aloisia (geb. 16. Mai, gest. 18. November 1811); aus zweiter Ehe: Franziska Romana (geb. 13. März 1819) vermält (seit 18. Juli 1844) mit Franz Freiherrn von Paumgartten, k k. Feldmarschall-Lieutenant; Adolph Johann (geb. 30. Juli 1821), k. k. Rittmeister und Karolina (geb. 28. Jänner 1828), vermält (seit 28. Jänner 1850) mit Joseph Freiherrn von Wimmer, k. k. Major und gestorben 5. Februar 1857. Freiherr Johann Baptist, der jetzige Chef des Hauses und Herr der Herrschaften Doxan, Groß-Skal, Trpist, Triebel und Mariafels, ist (seit 16. Mai 1849) vermält mit Maria Felicia Reichsgräfin von Thun und Hohenstein (geb. 20. Juli 1830), aus welcher Ehe folgende Kinder stammen: Maria Felicia (geh. 26. Mai 1850); Felix (geb. 18. August 1853) und Alois Leopold Johann Bapt. (geb. 27. September 1854). – Wappen. Von Blau und Gold in die Länge getheilter Schild. Im rechten blauen Felde auf einem goldenen Dreihügel drei goldene von einander getheilte Kornähren an ihren Halmen. Das linke goldene Feld ist von zwei schwarzen Balken quergetheilt. Der obere Querbalken ist mit einem, der untere mit zwei goldenen Kleeblättern belegt. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher sich drei gekrönte Turnierhelme erheben. Auf der Krone des mittleren in’s Visir gestellten Helms erhebt sich ein doppelter schwarzer Adler mit offenem Schnabel, roth ausgeschlagener Zunge, ausgespannten Flügeln und von sich gestreckten Fängen; auf der Krone des rechten Helms erheben sich zwischen einem offenen, blau und gold abwechselnd quergetheilten Adlerfluge die drei goldenen Kornähren des Schildes; aus der Krone des linken Helms ragen drei wallende Straußenfedern, eine goldene zwischen zwei schwarzen. Die Helmdecken sind: die des mittleren Helms links blau, rechts schwarz, beiderseits mit Gold belegt, die des rechten blau mit Gold, jene des linken schwarz mit Gold belegt. Das Wappen selbst blieb sich immer gleich, nur der Helmschmuck war verschieden. und zwar bestand er im einfachen Adelswappen aus dem Helmschmucke des rechten Helms im freiherrlichen Wappen, die Tincturen des Adlerfluges aber waren nicht gewechselt, sondern die des rechten Fluges oben blau und unten gold, die des linken oben gold und unten schwarz, und im ritterlichen Wappen fehlte nur der mittlere Helm des freiherrlichen Wappens.