BLKÖ:Liechtenstein, Theresia Anna Felicitas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 134. (Quelle)
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57. Theresia Anna Felicitas (geb. 1694, gest. zu Wien 1772). Die vierte Tochter des Fürsten Johann Adam Andreas aus dessen Eye mit Erdmuthe Theresia Fürstin von Dietrichstein, wurde im Jahre 1713 dem Prinzen Thomas Emanuel von Savoyen-Carignan-Soissons, dem Vetter des Prinzen Eugen von Savoyen, vermält. Sie wurde schon am 28. October 1729 Witwe und überlebte ihren Gemal noch 43 Jahre. Diese Fürstin hat sich durch mehrere fromme Stiftungen ein bleibendes Andenken gesichert. Die bemerkenswerthesten sind außer reichen Vermächtnissen für verschiedene wohlthätige Zwecke: Das adelige (auch savoyische) Damenstift in Wien in der Johannisgasse. Die Stiftsdamen theilen sich in wirkliche, die im Hause wohnen, und in Honorar-Stiftsdamen. Auch ist mit diesem Institute ein Aussteuerfond für Stiftsdamen, die sich verheirathen, verbunden. Diese Stiftung ist für 20 adelige Fräulein bestimmt, und bezahlt der jeweilige regierende Fürst für diese Stiftung jährlich 19.000 Gulden; – die savoyische Akademie, welche seit ihrer Gründung bereits verschiedene Wandlungen erfahren und dann mit der Theresianischen Ritterakademie verbunden wurde. Nach den im Jahre 1797 vorgenommenen Reformen hat der jeweilige regierende Fürst des Hauses Liechtenstein jährlich 16.000 fl. zur Unterhaltung dieser Stiftung beizutragen, sind ihm aber 16 Stiftplätze im Theresianum zu vergeben vorbehalten; – eine Stiftung für 4 Domherren bei St. Stephan, deren jeder jährlich 3000 fl. zu beziehen hat; – eine Stiftung für 6 Männer und ebenso viele Weiber im Johannisspitale; – 6 Krankenbetten im Allgemeinen[WS 1] Krankenhause, ebenso viele bei den Elisabethinerinen und bei den Barmherzigen Brüdern; – eine Stiftung für 2 Knaben, für jeden monatlich 6 fl., um in der k. k. Porzellanfabrik zu lernen; und eine Stiftung von jährlichen 5000 fl. zur Erlösung der in der Türkei gefangenen Christen. [Geusau (Anton Reichsritter von), [135] Geschichte der Stiftungen, Erziehungs- und Unterrichtsanstalten in Wien u. s. w. (Wien 1803, kl. 8°.) S. 383 u. 461.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Allgegemeinen.