BLKÖ:Lo Presti, Ludwig

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Lo Presti, Joseph
Band: 16 (1867), ab Seite: 37. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Lo Presti, Ludwig|16|37|}}

2. Ludwig L. (geb. 1823), ein Sohn des Freiherrn Ludwig aus dessen Ehe mit Josephine Le Roy de Lozembrune, der gegenwärtige Chef des Hauses, der im denkwürdigen Jahre 1848 durch die Errichtung eines Freicorps in der ungarischen Revolutionsarmee sich bemerkbar gemacht hat. Die Ausrüstung dieser Freischärler bestand in einer dunkelgrünen Huszarenmente mit zinnoberrothen Schnüren, zinnoberrother ungarischer weißverschnürter Weste, einem dunkelgrünen ungarischen Lederbeinkleid mit rothen Schnüren, langen Stiefeln mit kurzen Eisensporen und einem aschgrauen Reitermantel. Die Waffen dieser Freischärler bestanden aus einem Doppelstutzen mit gezogenem Laufe, zwei Doppelpistolen, einer am Säbelgurt befestigten Patrontasche auf 60 Patronen und einem langen Säbel auf Hieb und Stich. Diese Lo Presti-Huszaren hielten sich, wie unsere Quelle – die ihren Errichter den „ungarischen Lützow“ nennt – berichtet, sehr brav und wurden später in die neu errichteten Huszaren-Regimenter einverleibt. [Levitschnigg (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pesth 1850, Heckenast, 8°.) Bd. II, S. 298. – Von demselben Ludwig Lo Presti ist auch eine „Advocaten-Instruction. Leitfaden der L.... y’schen Rechtswirren“ (Pesth 1857, Trattner-Karolyi, gr. 8°.) verfaßt und in Druck gelegt worden, welche den Blick in ein wahres Familiendrama thun läßt.] –