BLKÖ:Lodron, Franz Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 15 (1866), ab Seite: 373. (Quelle)
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4. Franz Graf L. (gest. 30. October 1652), vom Georgischen Hauptstamme; ein Sohn des Hieronymus L. Barbarubra aus dessen Ehe mit dem venetianischen Edelfräulein Julia Zanetti. Er betrat die geistliche Laufbahn, auf welcher sein Vetter Paris, von der Tiroler Linie, der berühmte Fürst und Erzbischof von Salzburg, zu so großen und verdienten Ehren gelangt. Franz war zuerst Domherr zu Salzburg und Trient, und folgte seinem Bruder Sebastian [s. d. S 382, Nr. 17], als dieser im Jahre 1643 gestorben, in der Würde eines Fürstbischofs von Gurk. Von seiner – nur neunjährigen – Verwaltung des Bisthums ist zu melden, daß er zwei geistliche Synoden abgehalten und die Lorettokirche unter dem Schlosse zu Straßburg in Kärnthen erbaut habe. Im Schlosse Straßburg ließ er die Bildnisse seiner bischöflichen Vorfahren, welche später in die bischöfliche Residenz nach Klagenfurt übertragen wurden und wo sie sich noch befinden, aufstellen. Auch erwarb er für das Bisthum den Besitz des Schlosses Weyer bei St. Veit, welches jedoch später wieder in andere Hände überging. [Leardi (Peter), Reihe aller bisherigen Erzbischöfe von Salzburg, wie auch der Bischöfe zu Gurk, Seckau, Lavant und Leoben, sammt einer kurzen Geschichte dieser Bisthümer vom Jahre 582 bis 1817 (Gratz 1818, Alois Tusch, 8°.) S. 86, Nr. 41. – Carinthia (Klagenfurter Unterhaltungsblatt. 4°.) 42. Jahrg. (1852), Nr. 89, S. 353.] –