BLKÖ:Montecuculi, Maria Antonia

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 19 (1868), ab Seite: 45. (Quelle)
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3. Maria Antonia Fürstin Montecuculi (gest. zu St. Pölten in Niederösterreich im December 1736). Die Schwiegertochter des großen Feldherrn Raimund Fürsten Montecuculi [s. d. Folg.] und Gemalin seines Sohnes Leopold Friedrich[WS 1], den sie um volle 38 Jahre überlebte. Sie hat sich durch ihre letztwillige Verfügung ein bleibendes und ehrenvolles Andenken gegründet. Im Paragraph 14 ihres Testamentes vom 5. Jänner 1735, publicirt am 4. Jänner 1738, ist folgende Stiftung enthalten: „Es sollen zur Unterhaltung 10 adeliger Fräulein, dann 10 unadeliger Kinder weiblichen Geschlechtes von honneten Eltern, 10 adeliger oder unadeliger lediger Weibspersonen und für 12 arme Witwen, von den Herrschaften Walpersdorf, Hauffenbach, Einöde und Absdorf jährlich 10.000 Gulden gehoben, auf erstbesagte Herrschaften versichert und hievon jeder der 10 adeligen Fräulein jährlich 500 fl., einem unadeligen Kinde 150 fl., jeder der 10 ledigen alten Weibspersonen jährlich 150 fl., und jeder der 12 Witwen 150 fl.; die übrig verbleibenden 200 fl. aber dem jeweiligen Stiftungs-Administrator für seine Mühe abgereichet werden. Die 10 Fräulein und 10 unadeligen Kinder von guten Eltern, unter welchen keine Standespersonen, sondern k. k. Kriegs-, Civil-, Land- oder Herrschafts-, Officiers- und Bürgerskinder verstanden werden, müssen wenigstens 7 Jahre alt sein und können die Stiftung bis zur Erfüllung des 25. Jahres genießen, wenn sie nicht vorher heirathen oder in ein Kloster gehen. Jene, welche sich zu der Frau Stifterin Freundschaft legitimiren können und im Nothstande sind, ingleichen der fürstlichen Diener hinterlassenen Kinder, haben den Vorzug. Die ledigen Weibspersonen müssen schon wirklich 26 Jahre auf sich haben. ...“ Das Präsentationsrecht hat die Stifterin ihrem Universalerben Camillo Grafen von Colloredo und dessen Erben überlassen. [Geusau, (Anton Ritter von), Geschichte der Stiftungen, [46] Erziehungs- und Unterrichtsanstalten in Wien u. s. w. (Wien 1803, 8°.) S. 468.] –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Leopold Philipp Montecuccoli (Wikipedia).