BLKÖ:Mosig, Anton Franz August

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Mosonyi, Michael
Band: 19 (1868), ab Seite: 159. (Quelle)
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Mosig, Anton Franz August (theologischer Schriftsteller, geb. zu Wartenberg in Böhmen 17. Jänner 1757, gest. 28. November 1813). Besuchte als erzbischöflicher Stipendiat das Jesuiten-Gymnasium zu Gitschin in den Jahren [160] 1768–1773, dann jene der Piaristen zu Kosmanos, worauf er im Jahre 1775 die Prager Hochschule bezog und an derselben die philosophischen und theologischen Studien vollendete. Im Jahre 1780 erlangte er die Priesterweihe und nun trat er als Caplan und Katechet in seinem Geburtsorte in die Seelsorge. Bei seiner Vorliebe für den Unterricht bewarb er sich um ein Lehramt und erhielt es am Gymnasium zu Leitmeritz, an welchem er die lateinische Sprache lehrte, bis er im Jahre 1798 zum Professor der Poetik am Gymnasium in Pilsen befördert wurde. Nach einer fast zehnjährigen Thätigkeit daselbst erhielt er mit Hofdecret vom 19. März 1807 die Lehrkanzel der Moral- und Pastoral-Theologie am Lyceum zu Olmütz. Auf diesem Posten starb er im Alter von 58 Jahren. Die von ihm durch den Druck veröffentlichten Schriften sind: „Predigt von Nachahmung der Märtyrer durch thätige Vaterlandsliebe“ (Prag 1779, 8°.); – „Die böhmische Krönungsfeyer“ (Prag 1792, 4°.), auch in dem bei Albrecht in Prag erschienenen „Krönungsjournal“ abgedruckt. – „Uebereinstimmung des katholischen Christenthums mit der Vernunft, oder Entwurf einer allgemeinen pragmatischen christlichen Moral“ (Leipzig 1795, 8°.); – „Katholisches Volksgebetbuch nach dem Zeitbedürfniss“ (Prag 1805, 12°.). – Die „Neuen Annalen der Literatur des österr. Kaiserthums“ in ihrem ersten Jahrgange (Wien 1802, Doll, 4°.) geben in ihrem Intelligenzblatte des Monats April Nachricht von einem anderen Mosig, der auch den Taufnamen Anton führt, auch zu Wartenberg in Böhmen, jedoch am 13. März 1762, geboren, Doctor der Philosophie und Medicin ist und im Jahre 1802 als Professor der griechischen Sprache an allen drei Prager Gymnasien thätig war.

Czikann (Joh. Jac. Heinr.), Die lebenden Schriftsteller Mährens. Ein literarischer Versuch (Brünn 1812, Traßler, 8°.) S. 107.