BLKÖ:Musnig, Anton

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Mussafia, Adolph
Band: 19 (1868), ab Seite: 475. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Musnig, Anton|19|475|}}

Musnig, Anton (Arzt, geb. zu St. Lucia bei Tolmein im Görzer Kreise Istriens im Jahre 1726, gest. zu Görz 22. Mai 1803). Die unteren Schulen besuchte er in Krain und Croatien; die Medicin hörte er zu Wien, wo er auch die Doctorwürde erlangte. Anfänglich widmete er sich dem feldärztlichen Dienste in der kaiserlichen Armee, wo er sich durch seine Leistungen so verdient gemacht, daß ihn die Kaiserin Maria Theresia zum Protomedicus der gefürsteten Grafschaften Görz und Gradisca ernannte. In dieser Stellung erwarb er sich ein bleibendes Andenken dadurch, daß er der Erste in diesen Ländern die Einimpfung der Kinderblattern einführte. Im Drucke hat er nur Weniges veröffentlicht, nämlich die selbstständige Schrift: „Clima goritiense“ (Görz 1781, 8°.) und in Barzellini’s „Ephemeriden“, die in den Jahren 1780–1790 erschienen sind, seine Beobachtungen über die Krankheiten mitgetheilt, welche in den gefürsteten Grafschaften Görz und Gradisca herrschen. – Sein Sohn Franz, der die medicinischen Studien vollendet, starb ein Jahr nach erlangter Doctorwürde in Wien im Frühling 1801.

Annalen der Literatur und Kunst in den österreichischen Staaten (Wien, J. V. Degen, 4°.) III. Jahrg. (1804), Bd. I, Intellig. Bl. Nr. 6 (Februar), Sp. 14.