BLKÖ:Nadherny, der Familienstand

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 20 (1869), ab Seite: 27. (Quelle)
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Familienstand. Wie oben aus dem Diplom ersichtlich, ist der Ritterstand den beiden Brüdern Franz und Ignaz von Nadherny zugleich verliehen worden. Der Bruder Franz hatte bei der politischen Stelle gedient und war zuletzt mährisch-schlesischer Landes-Referent, Hofrath und Kanzleidirector bei der vereinigten Hofkanzlei in Wien. Schon mit Allerh. Entschließung vom 2. August 1833 wurde er und mit Allerh. Entschließung vom 8. April 1834 über seine Bitte auch sein Bruder Ignaz in den erbländischen Adelstand mit dem Ehrenworte „Edler von“ erhoben. [28] Später erhielten auch beide Brüder zugleich mit Diplom ddo. Wien 26. Juli 1849 den erbländischen Ritterstand. Beide Brüder Franz und Ignaz sind bereits todt, aber von beiden sind Nachkommen vorhanden, und zwar von Franz Ritter von Nadherny zwei Söhne, Franz, im Jahre 1856 k. k. Delegat in Udine, Ritter der eisernen Krone, und Julius, im k. k. Ministerium des Aeußern. Die Nachkommen des Ignaz Ritter von Nadherny bestehen aus einem Sohne Ludwig, im Jahre 1866 Finanzbezirks-Director zu Prag, und einer Tochter Emilie, welche am 26. November 1843 den nachmals so berühmten Dr. Franz Kiwisch von Rotterau [Bd. XI, S. 343] heirathete. Kiwisch und seine Gattin sind bereits gestorben, ersterer am 29. October 1851, letztere am 9. October 1848. – Wappen. Gevierteter Schild mit Mittelschild. Der rothe Mittelschild mit schmaler silberner Einfassung zeigt drei silberne Sterne (2 über 1). Hauptschild. 1 und 4: in Blau ein aufspringender doppeltgeschwänzter Löwe mit ausgeschlagener rother Zunge, beide nach innen gekehrt und mit goldener Krone geschmückt; 2 und 3: in Roth ein silberner, eckig gezahnter Querbalken. Auf dem Rande des Hauptschildes ruhen zwei zueinandergekehrte gekrönte Helme. Aus der Krone des rechten Helms wachsen zwei offene, mit den Sachsen gegeneinander gekehrte Adlerflügel; der rechte von rother Farbe ist mit drei pfahlweise übereinander gestellten silbernen Sternen belegt; der linke blaue von einem blauen Querbalken belegt, der von dem im Schilde (Feld 2 und 3) beschriebenen, eckig gezahnten rothen Querbalken durchzogen ist. Aus der Krone des linken Helms erheben sich zwei mit den Mundlöchern auswärts gekehrte Elephantenrüssel, von welchen der rechte von Roth und Silber, der linke von Silber und Blau quergetheilt ist. Die Helmdecken beider Helme sind zur rechten roth, zur linken blau, allseits mit Silber belegt. Devise. Unter dem Schilde zieht sich ein blaues Band, worauf in silberner Lapidarschrift der Wahlspruch Semper idem zu sehen ist.