BLKÖ:Nagy, Stephan von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 20 (1869), ab Seite: 70. (Quelle)
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2. Einem Zeitgenossen, Stephan von Nagy (geb. in Ungarn im Jahre 1801, gest. 4. Mai 1863), der die Stelle eines Septemvirs bekleidete, widmet der „Pesti Hirlap“ einen Nachruf, welchem zufolge Stephan von Nagy „zu jenen Männern von entschiedenem und besonnenem Charakter zählt, die den Grundsätzen Széchényi’s folgend, unter allen Umständen ihr Leben dem Wohle der Nation weihen und geräuschlos, aber um so nachhaltiger für geistige Cultur wirken. Obwohl mit unermüdlicher Pünctlichkeit, seltener Gerechtigkeitsliebe und ausnehmendem Tacte die Pflichten seines hohen Amtes erfüllend, fand er doch immer noch Zeit zur Befriedigung seines Wissensdranges und für gemeinnütziges sociales Wirken. So kam es, daß Stephan von Nagy an allen von Széchényi angeregten Unternehmungen thätigen und hervorragenden Antheil nahm, in rationeller Bewirthschaftung seines Gutes als Muster eines guten Oekonomen glänzte und nebstbei wissenschaftlichen Studien, besonders aber jenem der vaterländischen Geschichte mit Eifer oblag, wie es denn auch wenige Privatbibliotheken geben dürfte, die so reich wären besonders an Schätzen der vaterländischen Literatur und Geschichte, wie die seinige, der auch noch eine auserlesene Münzsammlung sich beigesellte. Seinen politischen conservativen Grundsätzen, zu denen er sich bekannte, war er sein ganzes Leben hindurch unwandelbar treu geblieben“. [Wiener Zeitung 1863, Nr. 106, S. 421.] –