BLKÖ:Nemeth, Ladislaus von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Nemes, Wenzel
Nächster>>>
Németh, Albert
Band: 20 (1869), ab Seite: 180. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Nemeth, Ladislaus von|20|180|}}

Nemeth, Ladislaus von (Schulmann und Schriftsteller, geb. zu [181] Jobbahaz im Oedenburger Comitate Ungarns 2. December 1770, gest. 15. Mai 1806). Entstammt einer wohlhabenden, im Oedenburger Comitate ansässigen Adelsfamilie. Seine Studien begann er in Vadosfa, im Alter von zehn Jahren kam er aber nach Oedenburg, wo er während eines elfjährigen Aufenthaltes seine Studien fortsetzte und dieselben erst unterbrach, als er im Jahre 1790 in das Banderium des Oedenburger Comitates aufgenommen wurde, mit welchem er sich bald darauf nach Ofen begab. Nach Auflösung des Banderiums kehrte er nach Oedenburg zurück, wo er wieder seinen Studien oblag. Im Jahre 1791 unternahm er eine Reise durch sein Vaterland, das er nach verschiedenen Richtungen durchzog und bei dieser Gelegenheit mit den heimatlichen Gelehrten und anderen ausgezeichneten Personen Verbindungen anknüpfte. Anfangs 1792 begab er sich nun nach Göttingen, von wo er nach einem dreijährigen Aufenthalte in sein Vaterland zurückkehrte, um im Hause des Grafen Maximilian Batthyany eine Erzieherstelle zu übernehmen. Im Jahre 1796 folgte er einem Rufe als Professor an der Raaber Akademie, wo er Rector wurde und diese Stelle bis an seinen frühzeitig, im Alter von erst 36 Jahren, erfolgten Tod bekleidete. Nemeth schrieb in ungarischer und deutscher Sprache. Die von ihm herausgegebenen Schriften sind: „A világ történeteinek tudományára valò keszület“, d. i. Einleitung zur Weltgeschichte (Oedenburg 1795, 8°.), es ist dieß eine Uebersetzung des deutschen Werkes von Schlötzer[WS 1]; – „Az Europai nevezetessebb országoknak rövid leirása I. resz.“, d. i. Statistik des europäischen Welttheils. 1. Theil (Oedenburg 1795, 8°.); – „Rövid deak grammatika“, d. i. Kurzgefaßte lateinische Grammatik (Raab 1799, 8°.). Ferner übersetzte er die in ungarischer Sprache herausgegebene Reisebeschreibung des Grafen Dominik Teleki durch Ungarn und einige angrenzende Länder in’s Deutsche und schrieb mehrere kleine und größere Abhandlungen für die von Schedius herausgegebene Zeitschrift von und für Ungarn und für die in Wien erscheinenden Annalen der österreichischen Literatur.

Neue Annalen der Literatur in dem österreichischen Kaiserthume (Wien, Doll, 4°.) I. Jahrgang (1807), 1. Bd. Intelligenzblatt des Monats Februar, Sp. 66. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 36. – Toldy (Ferenc), A magyar nemzeti irodalom törtenéte a legrégibb időktől a jelenkorig rövid előadásban, d. i. Geschichte der ungarischen Nationalliteratur von der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart (Pesth 1864/65, G. Emich, gr. 8°.) S. 164. – Tudományos gyüjtemény, d. i. Wissenschaftliche Nachrichten (Pesth, 8°.) Jahrgang 1826, Heft X. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) XVIII. Jahrg. (1827), S. 155, im Texte. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. ADB:Schlözer, August Ludwig von (Wikisource).