BLKÖ:Novak, Raimund

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 20 (1869), ab Seite: 406. (Quelle)
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Novak, auch Nowak und Nowack, Raimund (Bildhauer in Wien). Zeitgenoß. Geburtsort und Jahr dieses noch jungen Künstlers, der in Wien in Fernkorn’s Atelier seine künstlerische Ausbildung erhalten hat, sind unbekannt. Im Jahre 1861 trat derselbe zuerst mit seinen Arbeiten in die Oeffentlichkeit und waren in der Februarausstellung des österreichischen Kunstvereins eine „Porträtstudie“ (in Gyps) und die „Büste Nestroy’s“, beides Werke seines Meißels, zu sehen. Nun folgten im März d. J. drei Porträt-Statuetten in Gyps: „Karl Maager“, „Franz Schuselka“ und „Joseph Wagner“ vorstellend, und im November desselben Jahres die „Porträtbüsten des Doctor Hoffer“, und des „Capellmeisters Storch“. Im Februar 1862 hatte er eine Statuette: „Der Friede“, und im nämlichen Monate des folgenden Jahres ein Brunnenmodell: „Die Industrie“, ausgestellt, das noch im nämlichen Jahre von seiner Hand aus Sandstein in Lebensgröße ausgeführt [407] wurde und im Hofraume des neugebauten, dem Herrn Bernhard Pollak jun. gehörigen Hauses (Leopoldstadt, Pfeffergasse N. 4) aufgestellt ist. Von anderen Werken dieses Künstlers sind noch anzuführen: „Christus am Kreuz“, Schnitzwerk aus Birnbaumholz (80 fl.), verkleinerte Copie des berühmten, in der Wiener Stephanskirche befindlichen Crucifixes; ferner eine große Statue: „Die Friedensgöttin“, die vor ihrer Aufstellung im kais. Arsenal 1862 zur Ausstellung nach London geschickt wurde; die lebensgroße „Statue des Feldmarschalls Fürsten Alfred Windisch-Grätz“, aufgestellt in der Ruhmeshalle des kais. Arsenals, und das im Auftrage des Künstler-Vereins „Hesperus“ ausgeführte „Grabmonument des Sängers Wild“, das in einem in Sandstein ausgeführten überlebensgroßen Standbilde des berühmten Sängers auf granitnem Sockel besteht und auf dem Währinger Friedhofe aufgestellt ist.

Kataloge der Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins, 1861, Februar Nr. 75, 77; Mai Nr. 77, 78, 79; November Nr. 63, 64; 1863, Februar Nr. 67; 1863, Februar Nr. 84; April Nr. 77. – Waldheim’s Illustrirte Zeitung (Wien, kl. Fol.) 1862, S. 51 in der Rubrik: „Bildende Künste“ [S. 55 die Abbildung der „Friedensgöttin“ im Holzschnitt]; – dieselbe 1863, S. 154: „Monumentaler Brunnen“ [auf S. 1057 die Darstellung des Brunnens im Holzschnitt]. – Recensionen und Mittheilungen über bildende Kunst (Wien, 4°.) Jahrgang 1863, S. 208. – Neue freie Presse (Wiener polit. Blatt) 1865, Nr. 198 u. 248 [in der Rubrik: „Eingesendet“. Die Controverse, welche zwischen dem Künstlerverein „Hesperus“ als Besteller der Statue Wild’s und dem Bildhauer Raimund Nowack stattgehabt hat]. – Fremden-Blatt. Von Gustav Heine (Wien, 4°.) 1862, Nr. 33; 1866, Nr. 64, in der Rubrik: „Theater und Kunst“. – Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber, Fol.) XL. Band (1863), Nr. 1041, S. 409: „Drei Monumente in Wien“ [mit der Abbildung der Wildstatue im Holzschnitt].