BLKÖ:Oertelius, Johann Gottfried

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Ördög, Daniel
Band: 21 (1870), ab Seite: 15. (Quelle)
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Oertelius, Johann Gottfried (Orientalist, geb. in Ungarn, Geburts- und Todesjahr sind unbekannt, lebte aber um die Mitte des 18. Jahrhunderts). Es ist nicht bekannt, wo O. seine wissenschaftliche Ausbildung erhalten hat, wahrscheinlich aber, da er Protestant war, nach der Sitte der Evangelischen in Ungarn auf einer deutschen oder holländischen Universität, nach dem Druckorte einiger seiner Schriften zu schließen, in Wittenberg. Er lebte zur [16] Zeit, als er die unten genannten Werke in den Jahren 1743 und in d. folg. herausgab, als evangelischer Prediger zu Oedenburg, und zwar, wie Horányi ihn nennt: „dignissimus apud Sempronienses A. C. Minister“. Seine Schriften sind: „Castrum doloris“ u. s. w. das in dem Ehrentempel aufgerichtete Trauergerüste von Carolum VI. etc.“ (Oedenburg 1740, Fol.); – „Das freudige und im Herrn frohlockende Hebron einer evangelischen Gemeinde in Oedenburg über die Wiederkunft Mariae Theresiae aus Böheim u. s. w. “ (Regensburg 1743, 4°.); – „Theologia Aethiopum ex Liturgiis, Fidei Confessionibus, aliisque ipsorum pariter, ac rerum Habessinicarum peritissimorum Furopaeorum scriptis congesta et cum necessariis indicibus instructa“ (Wittenbergae 1746, 8°.); – „Harmonia linguarum Orientis et Occidentis speciatimque Hungaricae cum Hebraea publicae luci exposita a Joanne Hlivai“ (ibid. 1746, 8°.). Außerdem sind von O. noch ein paar Leichenreden in deutscher Sprache, darunter eine auf den Rector der evangelischen Schulen in Oedenburg, Samuel Hajnóczy[WS 1], im Drucke erschienen.

Horányi (Alexius),Memoria Hungarorum et Provincialium scriptis editis notorum (Viennae 1775, A. Loewe, 8°.) Tom. II, p. 692. – Toldy (Ferenc), A magyar nemzeti irodalom törtenéte a legrégibb időktől a jelenkorig rövid előadásban, d. i. Geschichte der ungarischen Nationalliteratur von der ältesten Zeit bis auf die Gegenwart (Pesth 1864/65, G. Emich, gr. 8°.) S. 113 u. 116.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Daniel Hajnóczy.