BLKÖ:Oesterreicher, Dominik, der Jüngere

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Oesterreich, Haus
Band: 21 (1870), ab Seite: 26. (Quelle)
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Oesterreicher, Dominik, der Jüngere. Dieser Künstler, der sich frühzeitig in Krakau ansässig gemacht, ist in diesem Werke bereits unter der polonisirten Schreibart seines Namens: Dominik Estreicher [Bd. IV, S. 108] angeführt worden. Hier folgt nur Einiges zur Ergänzung und Berichtigung des vorerwähnten Artikels. Dominik ist zu Iglau in Mähren am 2. August 1750 geboren und hat sich, ehe er nach Italien reiste, zwei Jahre an der Wiener Akademie gebildet. Nagler führt von ihm [Bd. X, S. 320) an, „daß er in der Sienesischen Feuerlackirarbeit eine besondere Kunst besessen“ und „daß er im Jahre 1830 gestorben“. Diese sage, nannte „Sienesische“ Arbeit ist weiter nichts als die chinesische Feuerlackirerei mittelst welcher Figuren und Landschaften mit Gold, Silber, andern Metallen und Perlmutter sorgfältig ausgelegt und verziert werden. O. arbeitete einen Tisch in dieser Manier für Stanislaus August, Polens letzten König. Das Todesjahr 1830, wie es Nagler angibt, ist aber unrichtig, O. starb schon im Jahre 1809, am 12. März. – Sein Oheim, gleichfalls Dominik Oesterreicher sen., ebenfalls zu Iglau geboren am 8. Februar 1721 und gestorben nach Nagler’s Angabe um das Jahr 1790, war gleichfalls Maler, der in Mähren und Böhmen gearbeitet und von dem sich noch hie und da einige Altarbilder erhalten haben, so z. B. in Iglau auf dem Kirchhofe der Pfarre zum h. Kreuz ein „Heiliger Christus auf dem Missionskreuze“ und in der Capelle zu Altenberg in Böhmen eine „Heilige Dreifaltigkeit“.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, Fleischmann, 8°.) Bd. X, S. 320. – Dlabacz (Gottfr. Joh.), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottl. Haase, 4°.,) Bd. II, Sp. 407. – Meusel (Joh. Georg), Künstler-Lexikon von den Jahren 1808 und 1809, Bd. II, S. 106.