BLKÖ:Prato von Segonzano von, die Freiherren, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 23 (1872), ab Seite: 205. (Quelle)
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Zur Genealogie der Freiherren von Prato von Segonzano. Der Ursprung der Familie Prato reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück, wo sich eine Familie dieses Namens im Königreiche Neapel vorfindet. Der Hauptstamm der Familie siedelte sich in Lecce (terra d’Otranto) an und führte den Titel Marchesi d’Arnesano. Es gehörten demselben mehrere ausgezeichnete Männer an, die jedoch für dieses Werk kein näheres Interesse haben. Ein Zweig dieser Familie, von Antonio Prato gestiftet, siedelte sich um den Anfang des 16. Jahrhunderts im Gebiete von Trient in Südtirol an, wurde im Jahre 1613 in die Landmatrikel einverleibt und seine Nachkommen sind die heutigen Freiherren von Prato, Besitzer der Herrschaft und Feste Segonzano und verschiedener kaiserlicher Lehen im Thale Cembra, Pergine und Giovo. Die Prato von Segonzano erscheinen bereits zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts unter den altadeligen Familien Trients. Ein Giovanni Battista de Prato war es, der im Jahre 1536 die Ringmauern der Kirche Santa Maria Maggiore, in welcher von 1545 bis 1563 das große Tridentinische Concil abgehalten wurde, auf eigene Kosten erbauen ließ. Um dieselbe Zeit lebten noch zwei andere Sprossen dieser Familie, nämlich Antonio von Prato, Erbauer des Nonnenklosters zu Santa Trinità in Trient, und Alessandro von Prato, welcher zu Pergine im Trienter Gebiete das Franziskanerkloster erbaute; einem Anderen aus dieser Familie wird nachgerühmt, die große Brücke bei San Lorenzo in Trient auf seine Kosten erbaut zu haben. Ein Theodor von Prato war Oberst der Tiroler Milizen und focht im 30jährigen Kriege im Heere Wallenstein’s. Oberst Theodor war es, der in die Familie den Freiherrnstand brachte, welcher ihm im Jahre 1636 von Kaiser Ferdinand verliehen wurde. Im Jahre 1640 wurde die Familie in die tirolische Adelsmatrikel eingetragen. – Der heutige Stand der Familie ist aus der angeschlossenen Stammtafel ersichtlich. [Großes vollständiges (sogenanntes Zedler’sches) Universal-Lexikon (Halle und Leipzig, Joh. H. Zedler, kl. Fol.) Bd. XXIX, Sp. 204. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (Gotha, Just. Perthes, 32°.) Jahrg. 1861, S. 583].

[207] Wappen. Einmal senkrecht und zweimal quergetheilt (6feldrig), 1 und 4: in Gold eine weiße Taube, welche einen grünen Oelzweig im Schnabel hält; 2 und 5: in Roth eine schrägrechts gestellte silberne Zimmermanns- oder Zugsäge mit goldenen Handhaben; 3 und 6: in Roth drei schrägerechte silberne Balken. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher sich zwei gekrönte Turnierhelme erheben. Aus der Krone des rechten geht ein den gekrümmten Ellbogen nach innen gewendeter, roth bekleideter Arm hervor, welcher mit drei schrägelinken silbernen Balken bezeichnet ist und in der bloßen Faust einen grünen Olivenzweig hält; die Krone des linken Helms trägt zwei Büffelshörner, von denen das rechte von Roth und Silber, das linke von Silber und Roth quadrirt ist. Die Helmdecken beider Helme sind roth, mit Silber belegt.
[206]
Stammtafel der Freiherren Prato von Segonzano.
Theodor.
Claudia Gräfin Castelbarco.

Vincenz
geb. 1738,† 1812.
Maria Anna Gräfin
Lodron-Laterano
† 1796.
Johann Baptist
geb. 1774, † 1849.
Lucia de Carli
geb. 1788.
Nicolo
geb. 1778, † 1854.
Maria Gräfin Marzani
von Steinhof
† 1850.

Vincenz
geb. 1814.
Matteo
geb. 1792.
Johanna Gräfin Khuen
v. Altenburg u. Gandegg,
verwitwete Gräfin Arz
von Arsio-Wasegg
geb. 24. Februar 1795.
Anna
vm. Max Graf
Manci de Ebenheim
† 1834.
Giovanna
geb. 1828.
Violante
geb. 1832.
Joseph
geb. 1838.
Johann Bapt. [S. 203]
geb. 1812.
Vincenz
geb. 1818.
Sophie Ognibeni
geb. 1834.

Johann Baptist
geb. 1854.
Violante
geb. 1819.
Engl. Fräulein.
Rosa
geb. 1820,
vm. Joseph Freih.
Pilati von Tassul.
Victor Napoleon
[S. 205, im Texte]
geb. 1822.
Emma Rosa Vojnits
de Bajsa
† 16. Mai 1856.
Nothburga
geb. 1830,
vm. Joseph degli Angelini
de Engelberg.