BLKÖ:Rebiček, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Rebell, Joseph
Band: 25 (1873), ab Seite: 83. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Josef Řebíček in der Wikipedia
GND-Eintrag: 116391057, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Rebiček, Joseph|25|83|}}

Rebiček, Joseph (Violin-Virtuos und Compositeur, geb. in Böhmen 7. Februar 1844). Zeigte in frühester Jugend Talent für die Musik, worin er auch zuerst im Elternhause Unterricht erhielt. Im Alter von acht Jahren gab ihn der Vater in das Musikinstitut von J. Proksch, wo er durch drei Jahre Unterricht im Clavier genoß. Darauf kam er in das Prager Musik-Conservatorium und bildete sich unter Mildner im Violinspiele aus. Nach seinem Austritte aus dem Conservatorium trat er als Clavierlehrer bei der Gräfin Westphalen in Chlumec bei Teplitz ein, wurde aber in wenigen Monaten bereits als Kammervirtuos bei der Weimarer Hofcapelle angestellt. Im Jahre 1862 unternahm R. eine Kunstreise durch Deutschland, auf welcher er in mehreren großen Städten Concerte gab, worauf er im Herbste g. J. nach Prag kam und Director des Orchesters an dem dortigen čechischen Theater wurde. Im Jahre 1865 gab er diese Stelle auf und unternahm im August d. J. mit dem Cellisten Popper eine Kunstreise, nach seiner Rückkehr aber erhielt er die Directorstelle des Orchesters an dem Prager deutschen Theater. R. behandelt sein Instrument mit großer Meisterschaft; vollkommen Herr der Technik, spielt er mit Eleganz und Reinheit. Er ist auch Componist und hat mehrere Concertstücke für sein Instrument und eine Phantasie auf das čechische Volkslied (piseň kovářska) componirt.

Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger (Prag 1859, I. L. Kober, Lex. 8°.) Bd. VII, S. 152.