BLKÖ:Reinhold, Gustav

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Reinhold, Heinrich
Band: 25 (1873), ab Seite: 219. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Gustav Reinhold in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Reinhold, Gustav|25|219|}}

Reinhold, Gustav[BN 1] (Landschaftsmaler, gebürtig aus Gera). Ein jüngerer Bruder der beiden berühmten Maler Friedrich Philipp [s. d. Vorigen] und Heinrich Reinhold [s. d. Folg.], der um das Jahr 1790 geboren sein mag. Er folgte seinen vorgenannten Brüdern nach Wien, wo er sich unter der Leitung des älteren, Friedrich Philipp, dem Landschaftsfache widmete und innerhalb der Jahre 1826 bis 1846 fleißig ausstellte. Einige Zeit hat er auch in Rom gelebt. Seine landschaftlichen Motive holte er mit besonderer Vorliebe aus den für den Landschafter unerschöpflichen und an Naturreizen der seltensten Art überreichen Gegenden des Salzkammergutes und Berchtesgadens. In den Jahres-Ausstellungen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien waren von seinen Oel-Landschaften zu sehen: im Jahre 1826: „Landschaft bei Tagesanbruch“; – 1830: „Der Obersee in Berchtesgaden“; – „Der Fall des Kesselbaches am Königssee in Berchtesgaden, im Hintergrunde der Watzmann“; – „Thal zwischen der Hechelwand und dem Watzmann“; – „Ansicht des Königssees in Berchtesgaden“; – „Der Hohenstaufen bei Salzburg, von Aigen aus gesehen“; – 1834: „Schneeberg, nach einem Herbststurme mit frischem Schnee“; – „Das Vöslauer Heilbad“; – „Fernansicht gegen das Leithagebirge von Vöslau aus“; – 1835: „Rückseite der Mühle von Reichenau an der Schwarza“; – „Ruinen der Veste Klamm bei Schottwien“; – 1837: „Die Unterstein-Capelle bei Berchtesgaden“; – „Jagdschloss St. Bartlmä am Königssee“; – „St. Johannes- und Paulus-Capelle am Königssee“; – 1838: „Obersee bei Berchtesgaden“; – 1839: „Bauernhaus am Königssee“; – „Eine Mühle im Gebirge“; – 1840: „Ansicht von Meran in Tirol“; – „Der Dreifaltigkeitsonntag am Königssee“; – „Waldparthie in Berchtesgaden“: – 1841: „Die Ernte im Gebirge“; – „Bauernhaus in der Schönau in Berchtesgaden“; – „Parthie am Königssee“; – „Bayerische Schmuggler, am Königssee rastend“; – 1842: „Gebirgsmühle“; – 1843: „Brunnenfeld bei Berchtesgaden“; – „Waldparthien“, zwei Bilder; – „Die Spitze des Watzmann mit der Aussicht gegen die übergossene Alpe“; – 1844: „Die Zusammenkunft auf dem Tuxenner Joche“; – 1845: „Aussicht von einer Alpe am Königssee gegen Salzburg“; – „Die Einsiedelei am Königssee“; – „Der Obersee in Berchtesgaden, im Hintergrunde der Watzmann“; [220]1846: „Das Jagdschloss Wimbach in der Ramsau zu Berchtesgaden“ (100 fl.). Vom Jahre 1846 an hat der Künstler, der damals noch mit zwei anderen Künstlern dieses Namens, mit Franz und Friedrich, seinen Neffen, in Nr. 45 in der Mariahilfer Vorstadt in Wien wohnte, nicht mehr ausgestellt. Wahrscheinlich ist er schon gestorben.

Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien, 1826, 1830, 1834, 1835, 1837, 1838, 1839, 1840, 1841, 1842, 1843, 1844, 1845 u. 1846.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Reinhold, Gustav [Bd. XXV, S. 219]. Der Maler Gustav Reinhold, der aus Eifersucht in Königssee erstochen wurde, liegt im Friedhofe zu Berchtesgaden begraben. Wenn man bei dem der Franziskanerkirche nächstgelegenem Eingange in den Friedhof tritt, befindet sich links in der zweiten Reihe, etwa in der Mitte, sein bereits ziemlich verwitterter Grabstein mit folgender, zum Theile schon schwer leserlicher Inschrift: Hier ruhet selig im Herrn