BLKÖ:Richter, Anton (Tonkünstler)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 26 (1874), ab Seite: 36. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 132755793, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Richter, Anton (Tonkünstler)|26|36|}}

5. Richter, Anton (Tonkünstler, Geburtsort und Jahr unbekannt). Zeitgenoß. Nach der unten angeführten Quelle war er in den Jahren 1825–1832 in Eisenstadt bei der Capelle – wird wahrscheinlich die fürstlich Eßterházy’sche Capelle gemeint sein – angestellt. [37] Er war schon damals ein geschickter Pianist und zeichnete sich durch eine sonore Baßstimme, eine vortreffliche Schule und gefühlvollen Vortrag „fremder und eigener gediegener Compositionen“, die er selbst mit dem Piano zu begleiten pflegte, aus. Später kam Richter als Chorregent an die Domkirche nach Raab. Von seinen Compositionen – Lieder und Kirchensachen – sind bekannt ein Offertorium und ein Graduale, beide im Jahre 1840 aufgeführt und von Kunstkennern als gediegene Schöpfungen bezeichnet, wie denn auch sein, anläßlich einer Trauerandacht auf Nikolaus Fürsten Eßterházy im Jahre 1841 in der Schloßcapelle zu Eisenstadt vorgetragenes Requiem allgemeine Anerkennung erntete. In den Werken über Tonkünstler und Musiker sucht man Richter’s Namen vergebens.

Oesterreichisches Morgenblatt (Wien, 4°.) 1841, Nr. 144, S. 597: „Richter’s neuestes Requiem“, von Ferd. Bodgorschek.