BLKÖ:Riczkó, Ignaz von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 26 (1874), ab Seite: 73. (Quelle)
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Riczkó, Ignaz von (Oberst in der ungarischen Revolutionsarmee in den Jahren 1848 und 1849, gefallen bei Wargersdorf im Jahre 1849). Entstammt einer ungarischen Adelsfamilie, aus welcher mehrere Sprossen vor 1848 in der kaiserlichen Armee als Officiere dienten. Auch Ignaz war k. k. Officier in einem Huszaren-Regiment und dann Werbecommandant in Großwardein gewesen. Als die ungarische Revolution ausbrach und das Ministerium Batthyány alle Anstalten zur Landesvertheidigung traf, wurde Riczkó Nationalgarde-Major im Biharer Comitate und nahm als solcher Theil an Bem’s Feldzuge in Siebenbürgen, wo er sich als tapferer Huszar bei mehreren Gelegenheiten bewahrte. Bei Gyalu aber, wo er die von General Urban daselbst aufgestellten Vorposten angriff, wurde er geschlagen und vollends zurückgeworfen. In den letzten Tagen des November 1848 verlieh ihm der in Pesth zum Regierungscommissär ernannte Hodossy während seines Aufenthaltes in Großwardein aus eigener Machtvollkommenheit die Stelle eines Obersten und Armeecommandanten, als welcher er sich bei mehreren Anlässen durch seine Tapferkeit hervorthat, bis er bei Wargersdorf den Soldatentod auf dem Schlachtfelde fand. Nach der in den Quellen benannten Schrift von Czetz war er „ein schöner Mann in den besten Jahren, der viel Eitelkeit, aber auch den hohen Muth des echten Huszaren besaß, ein guter Patriot war, aber keine Idee von Strategie hatte“.

Czetz (Johann), Bem’s Feldzug in Siebenbürgen in den Jahren 1848 und 1849 (Hamburg 1850, Hoffmann u. Campe, 8°.) S. 72, 75, 77, 99 u. 384.